Nachspiel zu ‚Stoppt den Lockdown‘

15. Februar 2021 | Veröffentlicht von Sascha Röger / ws

Ein Erfahrungsbericht (Update am 16.2.)

Vorhin wurde der kraz berichtet, dass die gestrige Kundgebung doch ein Nachspiel hatte. Nach der Kundgebung waren einige Kleingruppen in Richtung Innenstadt gelaufen und im Anschluss ist es zu mehreren Konflikten mit der „Antifa“ gekommen.
Wir veröffentlichen dazu einen Bericht von Sacha Röger [1]. Im ersten Abschnitt wird nochmals die Kundgebung am Tivoli beschrieben, im zweiten dann die Erlebnisse am Elisenbrunnen/Markt.Am Ende [2] verlinken wir auf das Video, das die im Bericht genannte Situation am Tivoli zeigt, die direkt nach Beendigung der Kundgebung auftrat.
Wir werden versuchen, weitere Infos in den (a)sozialen Netzen zu finden und werden sie ebenfalls unten [3] verlinken.

Erfahrungsbericht zur Demo „Stoppt den Lockdown“  vom 14.02., Tivoli

Teil 1: Die Kundgebung

Es war in der Woche vor dem 14.02.21, als in mehreren Schaufenstern im Pontviertel in Aachen die Plakate mit der Ankündigung der Demonstration gesehen wurden. Einige Tage ist gerätselt worden, wer zu dieser Demo aufruft. Es ließ sich nicht final klären, wer oder welche Bewegung hinter diesem Aufruf steckte.
Nichts desto Trotz haben wir uns entschlossen, dieser Zusammenkunft beizuwohnen, da wir eine gute Chance zur Vernetzung gesehen haben.

Auf dem Weg zum Tivoli Vorplatz sind wir an der angemeldeten Gegendemonstration der Antifa Aachen vorbeigegangen. Dort war eine Musikanlage aufgestellt, aus welcher laute Punk bzw. Metal Musik klang.

Eine eher verstörende Beschallung, die nur zum Zweck der Störung der eigentlichen Demonstration eingesetzt wurde. Keine große Überraschung. Ein übliches Vorgehen der Antifa, welches zum Beispiel bereits während unserer Kundgebung am 14.11.2020 „Ein Licht, ein Weg, eine Wahrheit Gemeinsam für die Freiheit“ am Eurogress, Aachen zu beobachten war.

Anwesend waren ca. 20 bis 30 Gegendemonstranten in vorwiegend jugendlichem Alter. Schwarz gekleidet, mit Mund-Nasen-Schutz (MNS) aber unter Nichtbeachtung der Abstandsregel. Es waren zwei Transparente zu sehen. Eines mit dem Spruch „Impfung in die Chemtrails jetzt“ das andere verlautete „Pandemie und trotzdem da, durchgeimpfte Antifa“.

Auch die Polizei war mit ca. 15 Fahrzeugen und 35 Beamten vor Ort. Diese haben Position zwischen der Gegendemonstration am Fuße der Fußgängerbrücke und der Demonstration der Lockdowngegner am südlichen Ende des Tivoli bezogen.

Dort waren bereits Sprüche von der Gegendemonstranten auf die Pflaster gesprüht worden. Auch keine neue Vorgehensweise der Antifa. Dasselbe geschah bereits bei der Kundgebung am 06.02.2021 der „Aachener für eine menschliche Zukunft“ am Aachener Rathaus / Markt. Dort stand beispielsweise auf dem Boden geschrieben: „Abstand halten, Maske tragen, Nazis in die Fresse schlagen“.

Auf der Versammlungsfläche angekommen, fanden wir ca. 120 Personen vor, die gegen den Lockdown demonstrieren wollten. Der Veranstalter hatte lediglich ein Megafon, welches von ihm und Ansgar Klein von den „Aachener für eine menschliche Zukunft“ nur genutzt wurde, um Organisatorisches zu verkünden.

Es bildeten sich viele kleine Gruppen, die sich rege unterhielten. Perfekt um eine Vernetzung zu gewährleisten. Die Stimmung war ausgesprochen locker und friedlich. Einige trugen den MNS, die Mehrheit aber war „oben ohne“ unterwegs (es lag ja auch keine Verpflichtung zum Tragen des MNS vor). Auch konnte man keine Gruppierungen oder auch Einzelne irgendwelcher Extremisten ausmachen.

Im Laufe der Veranstaltung stieg die Zahl der Teilnehmer auf ca. 150.

Um den fortwährenden Störungen durch die Antifa zu entgehen, zogen wir nach ca. einer Stunde 100 Meter weiter Richtung Innenstadt. Gegen 13:30 h löste sich die Versammlung langsam auf.

Teil 2: In die Innenstadt

Auf dem Rückweg zum Parkplatz wollten wir wieder die Fußgängerbrücke nutzen, jedoch wurden wir von Polizei freundlich gebeten, den ebenerdigen Weg zu gehen – aus „einsatztechnischen Gründen“. Auf der östlichen Seite der Krefelder Straße standen am Zugang zur Fußgängerbrücke mehrere Beamte, die sich mit einer Gruppe von ca. 10 Gegendemonstranten beschäftigten. Uns war nicht möglich den Grund für diese Aktion zu erkennen.

Am Elisenbrunnen

Da wir das schöne Wetter nutzen wollten, haben sich noch ca. 20 Menschen hinterher am Elisenbrunnen getroffen, um einfach gemeinsam Zeit zu verbringen. Da auch einige des Aachener Corona Chors (ACC) dabei waren, wurden einige Lieder in der Rotunde des Elisenbrunnens angestimmt.

Gleichzeitig tauchten wiederum ca. 15-20 der Gegendemonstranten inklusive der bereits bekannten Transparente auf.

Daraufhin fuhr auch die Polizei am Elisenbrunnen vor.

Die Situation war friedlich. Niemand wurde in irgendeiner Form aggressiv. Dennoch beschloss die Mehrheit des ACC weiter in Richtung Markt zu ziehen, um Diskussionen und Konfrontation zu vermeiden.

Die Gegendemonstranten folgten ihnen ein paar Minuten später.

Wir anderen wollten uns nicht „verjagen“ lassen und blieben noch eine Viertelstunde am Elisenbrunnen bevor wir doch sehen wollten wie es unseren Freunden erging und auch zum Markt aufbrachen. Am Münsterplatz bat uns dann die Polizei dem Markt fernzubleiben, da die Situation mit den Gegendemonstranten zu eskalieren drohe.

Auf dem Markt

Dabei wurde ich von meiner Begleitung getrennt und ich ging über den Büchel in Richtung Markt. Dort angekommen fand ich einige Polizeikräfte vor, die den Zugang zum Markt sicherten. Plötzlich war der Zugang wieder frei und ich konnte den Markt betreten.
Hier standen 14, vierzehn!!, Fahrzeuge der Polizei und die Polizisten waren mit einer Gruppe von ca. 10-15 Gegendemonstranten sehr aufgeregt beschäftigt.

Es wurde gebrüllt und geschubst.

Was war geschehen? Der Vorgang erschloss sich mir nicht.

Kurze Zeit später fand ich meine Begleitung wieder und wir beendeten den Tag in Aachen mit einem Lächeln.

Die Ursache: körperliche Angriffe der Antifa

Wieder zu Hause angekommen fand ich den vermeintlichen Grund für die Reaktionen der Polizei auf Telegram in Form eines kurzen Videos:

Kurz bevor wir die Fußgängerbrücke am Tivoli nach der Demonstration erreicht hatten, hatte eine Gruppe der Gegendemonstranten unvermittelt einen Passanten, welcher mir unbekannt ist, körperlich angegriffen. Die Polizei hatte da sehr schnell eingegriffen und glücklicherweise ist niemand ernsthaft verletzt worden.

Update- 16.2.21
In den AN vom 16.2. gibt es einen Bericht zu den Ereignissen mit der Überschrift: „Zwei in Gewahrsam – Polizei muss nach zwei Kundgebungen eingreifen“
In dem Artikel werden zwar „Querdenker“ und deren Gegner genannt, und es werden zwei Festnahmen erwähnt, „vergessen“ wird aber zu benennen, dass das Eingreifen wegen Übergriffen der Antifa notwendig wurde und dass die beiden Festgenommenen der Antifa entstammen!

Anmerkungen

[1] Sascha Röger, Gangelt, aktives Mitglied von Querdenken 241 Aachen seit August 2020.
Alle Zahlen sind Schätzungen des Autors und können leicht abweichen

[2] das Video, das die im Bericht genannte Situation am Tivoli, direkt nach Beendigung der Kundgebung zeigt.

[3] Weitere Infos in den (a)sozialen Netzen zur Situation

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