Militärausbau in der Beverau ??
28. September 2026 | Veröffentlicht von Markus Kirch, Keine Kommentare– der 1. Protest-Spaziergang
Das Bündnis „Beverau statt Militärausbau“ kommt zur ersten Protestaktion zusammen. Nachdem die Aachener Lokalpresse die Ankündigung aufgegriffen und verbreitet hatte, was bei Aktionen gegen die weitere Militarisierung nicht unbedingt selbstverständlich ist, kamen am Sonntag den 27.09.2026 um 14 Uhr ca. 150 Menschen bei strahlendem Sonnenschein vor der Dr. Leo Löwenstein Kaserne zusammen um gegen deren Ausbau zu demonstrieren.Das neu gegründete Bündnis „Beverau statt Militärausbau“ welches zur Zeit von BSW Aachen und der Freien Linken Aachen getragen wird, hatte dazu eingeladen.
Die Auftaktkundgebung
Zuerst sprach Markus Kirch, stellte die Anliegen des Bündnisses vor und betonte das in erster Linie natürlich der Ausbau der Beverau verhindert werden solle, das Bündnis jedoch auch klar antimilitaristisch ausgerichtet sei und Investitionen in den Militärausbau generell ablehne und in diesen Zeiten wo überall von Aufrüstung und dem Operationsplan Deutschland die Rede sei dringend Investitionen in Soziales, Bildung, Infrastruktur, etc. nötig seien und kein zusätzliches Geld ins Militär fließen dürfe.
Danach stellte Ralf Haupts seinen für diesen Anlass selbst komponierten Song „Beverau vergiss nicht“ vor, der davon handelt, wie er als kleiner Junge selbst mit seinem Großvater durch die Beverau spazierte und sein Großvater ihm von den Kriegswirren erzählte die er in Aachen erleben musste.
Danach sprach Katja Pustowka vom BSW zu den zahlreichen kommenden bzw. schon in Kraft getretenen gesetzlichen Neuerungen. Diese Neuerungen machten Ausbauvorhaben für das Militär viel einfacher: Es fielen Genehmigungsschritte, die bisher von zivilen Behörden vorgenommen werden mussten bzw. müssen, weg. An den Belangen des Umweltschutzes vorbei zu bauen und durch die Brechstange derartige Bauvorhaben durchzusetzen, sei viel einfacher geworden bzw. werde viel einfacher. Wenn aber das Militär sich vielfach praktisch selbst alles genehmigen dürfe, werde es zum Staat im Staate. Deswegen sei der Kampf um den Erhalt der Beverau nicht nur ein Kampf gegen ein beliebiges Bauvorhaben, sondern auch einer für die Demokratie.
Nachdem Ralf Haupts und Tatjana Schwarz einen weiteren Klassiker der Friedensbewegung gespielt hatten, redete außerdem noch Andrej Hunko, ehemaliger Bundestagsabgeordneter des BSW. Er dankte der Aachener Zeitung für die investigativen und kritischen Berichte zum Thema und verlangte eine klare Positionierung der Aachener Lokalpolitik in der Frage des Ausbaus der Leo Löwenstein Kaserne.
Der Protestspaziergang
Nach ca. 40 Minuten Auftakt ging es dann los, vorbei am Ponyhof Meisel durch den Wald wo an einem alten Bunker eine Pause eingelegt und auf die Zeit damals unter Hitler, die niemand noch einmal erleben möchte, hingewiesen wurde. Beim ersten Blick auf die Beverau wurde eine weitere Pause eingelegt und die Situation noch einmal genau erklärt.
Angekommen auf der Adenauerallee wurde beim Weg zurück zur Kaserne immer wieder lautstark „Beverau – Bleibt! – Beverau – Bleibt! – Beverau, Beverau – Bleibt, Bleibt, Bleibt!“ skandiert.
Der Abschluss
Zum Abschluss spielte noch einmal Ralf Haupts direkt vor der Kaserne den Song „Deserteur“ und Markus Kirch bedankte sich bei den Teilnehmern für die gelungene Aktion und lud alle interessierten zu einem Vorbereitungstreffen des Bündnisses „Beverau statt Militärausbau“ am 08.10.26 um 19 Uhr in der Südstraße 53 im Büro Hunko ein.
Wie sich heraus stellte, hatte für genau diesen Zeitpunkt, den 08.10. um 19 Uhr, ebenfalls eine Nachbarschaftsinitiative ins „Nachbarschaftszentrum Gut! Branderhof!“ eingeladen. Diesen Umstand, sowie eine weitere Aktion eines anderen Bündnisses am 11.10.26, die ebenfalls gegen den Ausbau der Beverau gerichtet ist, erwähnte Kirch dann ebenfalls am Mikrofon und betonte, dass dies vom Bündnis „Beverau statt Militärausbau“ ausdrücklich begrüßt würde und dies nicht als Konkurrenz, sondern als gemeinsamer Kampf für ein gemeinsames Ziel gesehen werden solle.
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