Gegen den Ausbau der Beverau zum Militärgelände
12. Oktober 2026 | Veröffentlicht von Markus Kirch, Keine KommentareDie zweite Kundgebung und Demonstration
Am Sonntag den 11.10.26 kamen zum zweiten Mal Menschen zu einer Kundgebung und anschließender Demonstration zusammen, um gegen den Ausbau der Dr. Leo-Löwenstein-Kaserne zu demonstrieren. Was das Wetter anging blieb es bis kurz davor spannend. Aber die Sonne kam dann rechtzeitig zur Demo, die mit insgesamt ca. 300 Teilnehmern gut besucht war.
Der Auftakt
Bernd von der DFG-VK sprach über die Folgen der Aufrüstung, die nun auch Aachen erreichen. Er stellte eine Kürzung der Kindergrundsicherung von 10 auf 2 Milliarden € den hunderten von Milliarden € gegenüber, die nun der Bundeswehr zufließen. Wo so sehr aufgerüstet wird fehlt das Geld für Soziales, stellte er heraus, und nannte noch diverse andere Beispiele, wo gerade kein Geld da ist. Wechselseitige Abrüstung hingegen setze Mittel für soziale Gerechtigkeit frei, betonte er zum Abschluss.
Danach war eine Anwohnerin am Mikrofon die auf die vielfältigen Möglichkeiten hinwies, sich gegen den Ausbau der Kaserne einzubringen, was mit allgemeinen Informationen an die Mitmenschen, Mitarbeit in Arbeitsgruppen wie Social Media, Vernetzung, einer Gruppe zum Erstellen einer Petition, dem Hinweis auf familienfreundliche Veranstaltungen und vielen anderen Vorschlägen sehr schön dargelegt wurde. 200 Menschen im Branderhof beim Bürgertreffen zeugten vom Interesse und machen Mut, führte sie aus.
Die Demonstration
Dann machten sich die Anwesenden auf und zogen rund um die Kaserne um ihren Unmut gegen die Pläne der Bundesregierung/der Bundeswehr kundzutun, allerdings etwas leiser als beim letzten Mal wo mehr skandiert wurde. Ausnahme war eine Gruppe von einem halben Dutzend Kinder, die unentwegt „Kinder statt Kaserne, Eselsweg bleibt!“ skandierten und auf der Zwischenkundgebung in einem Wohngebiet von ihren Eltern erst ermahnt werden mussten, ehe sie aufhörten und man den Redner verstehen konnte.
Nach etwas Live-Musik ging es dann weiter durch den Wald bis zum Ponyhof Meisel, wo die Abschlusskundgebung stattfand und sich die Demonstration auflöste.
Das Fazit
Es kommt langsam Schwung in den Widerstand gegen den Ausbau der Kaserne. Nach 150 Teilnehmern bei der ersten Veranstaltung waren es nun schon 300. Die Signal-Gruppe der Bürgerbewegung aus dem BranderHof ist über das Wochenende von 400 auf über 700 Menschen angewachsen. Das macht Hoffnung, das wir hier in Aachen diesen Irrsinn wirklich stoppen können.
Positiv war aus Sicht der Kraz auch, das auf beiden Veranstaltungen klar antimilitaristische Töne zu hören waren, die Aufrüstung und Sozialabbau gegenüber stellten und Aufrüstung jeweils nicht als Lösung aktueller oder überhaupt irgendwelcher Probleme sahen.
Etwas erschreckend war ein Schild, das von einem Anwohner selber gemalt und mitgeführt wurde, auf dem sinngemäß zu lesen stand „Hitfeld ist die bessere Alternative zur Beverau“. Bleibt zu hoffen das wir uns als Aachener Bürger nicht über die Frage. wo denn nun gebaut werden soll spalten lassen, sondern zusammen verhindern, dass in unserer Stadt überhaupt so viel Geld für den Krieg investiert werden wird.
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