Der Antikriegstag 2026 in Aachen
6. September 2026 | Veröffentlicht von Walter Schumacher, Keine KommentareButter statt Kanonen !
Unter diesem Motto hatte das Antikriegsbündnis Aachen ein Gedenken an den Beginn des 2. Weltkrieges organisiert. Knapp 220 FriedensfreundInnen und KriegsgegnerInnen waren dazu am Elisenbrunnen erschienen, um – unabhängig von der jeweiligen politischen Ausrichtung – gemeinsam diesen wichtigen Gedenktag zu begehen.
Strömungsübergreifende Beteiligung
Alleiniger Veranstalter der Kundgebung und Demo war das AntiKriegsBündnis [1]. Dadurch konnte dieser Antikriegstag in Aachen breit und strömungsübergreifend durchgeführt werden, weil die Animositäten der unterschiedlichen Strömungen der Friedensbewegung damit unterlaufen wurden.
Fast alle waren da, vom AKB, DKP, SDAJ bis zur BSW, von der FreienLinken, div. trotzkistischen Grüppchen, ‚Trotz-
Alledem‘ bis zur KP. Von der VVN, dem IPPNW bis zu den ‚Aachenern für eine menschliche Zukunft‘ – und diesmal waren sogar VertreterInnen vom Hambi dabei ….
Alle waren mehr oder minder sichtbar, alle waren akzeptiert, keiner wurde ausgeschlossen…. Insofern eine gelungene und angenehme Veranstaltung
Es gab nur zwei Besonderheiten:
Einerseits fehlten die Gewerkschaften und der Aachener Friedenspreis, die beide noch vor zwanzig Jahren das verbindende Glied zwischen den damaligen Strömungen der Friedens- und der Gewerkschaftsbewegung waren.
Bemerkenswert war auch, dass die Linkspartei außer einem Flugblattverteiler nicht sichtbar war – warum auch immer.
Auftakt mit Prof. Christoph Butterwegge
Er war als Hauptredner aus Köln gekommen. In seiner Rede [2] ging er von dem hist
orischen Ereignis aus, um dann überzuleiten auf die aktuelle Kriegsgefahr und die systematische Erzeugung einer gesellschaftlichen Kriegsbereitschaft. Er beschrieb die Verbindung zwischen dem militärischen Aufbau und den sozialen Kosten, die die Bezahlung dieser Kriegsentwicklung zwangsläufig hervorrufen. Es gelang ihm offensichtlich gut auszudrücken, was alle ZuhörerInnen verband: Gegnerschaft gegen die von den Herrschenden bewusst erzeugte Kriegsstimmung und Kriegsbereitschaft.
Er bekam viel Applaus!
Demozug und Rede auf Marktplatz
Nach der Rede von Butterwegge am Elisenbrunnen ging es in einem Demonstrationszug zum Markt.
Dort vor dem Rathaus gab es eine ausführliche Rede zu Palästina durch eine Vertreterin vom AK-Nahost [3]. Hier hätte man einen höheren Anteil von PalästinenserInnen erwartet, die ja auf den ‚Palästina-Demos‘ durchaus 100 – 150 Menschen mobilisieren können.
Nach Ende der Veranstaltung am Markt standen dann noch länger kleine Grüppchen diskutierend beeinander, von denen einige anschließend durchaus weiter zur AFP-Veranstaltung in der Pontstrasse hätten gehen können.
Die Verleihung des Aachener Friedenspreises
Aber vom Markt aus ging kaum jemand zur Friedenspreisverleihung des AFP ….
Wir wissen, dass es dort eine gut gefüllte Aula Carolina gab, aber wir haben selber keinen Bericht, weil von der kraz niemand dort war.
Deshalb: Wer mehr zu diesem Event lesen möchte, der sollte in der AZ oder auf der Seite des AFP nachschauen.
Anmerkungen
[1] Bericht vom AKB über die Veranstaltung
[2] Rede von Butterwegge 26-08-20_Antikriegstag 2026-DIN A5
[3] Rede vom AK-NahOst 260901_Rede Rissmayer
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