Sternsinger

1. Januar 2021 | Veröffentlicht von

heller denn je !?

„Die Welt braucht eine Botschaft“:
wer diese Tage zwischen Weihnachten und dem 6. Januar durch Aachen geht, findet an vielen Reklametafeln ein hinterleuchtetes (im Foto wiedergegeben) Bild, das – bei näherer Betrachtung verstörend ist. Wir wollen das Augenmerk unserer Leserschaft auf dieses aktuelle Bilddarstellung lenken und um Nachdenken bitten bzgl. der dort verwendeten Symbolik und knappen Texte! Und das erklärliche Fehlen von einem der ‚Heiligen Drei Könige ‚, nämlich dem, der aus Afrika gekommen sein soll. [1]

Die „Aktion Dreikönigssingen“

In früheren Jahren zogen in dieser Zeit noch Kinder/Jugendliche an den Häusern entlang, um Geldspenden einzusammeln. Nach der Geldgabe wurde den Wohnungsinhabern dann ein Kreidezeichen auf die Türe gemalt um anzuzeigen, „hier ist gespendet worden …“. Dieses Kreidezeichen wurde irgendwann durch einen entsprechenden Aufkleber ersetzt
Corona hat diese Singgrüppchen jetzt abgeschafft – dafür liegt nun in vielen Briefkästen der o.g. Aufkleber zusammen mit einem Zahlschein – der dieses Brauchtum auf einen sehr profanen Zweck reduziert. (Mehr zum Brauch bei [2])

Verantwortlich für die Aktion

Das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ ist das Kinderhilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland. Es hat seinen Sitz in Aachen und ist ein Werk der Päpstlichen Missionswerke.
https://www.sternsinger.de/sternsingen/

Anmerkungen

[1] Caspar, Melchior und Balthasar
Einer der Könige wird traditionell als Mohr dargestellt und wurde seit dem Mittelalter als Vertreter Afrikas gedeutet, während die beiden anderen für Europa und Asien standen

[2] Das Sternsingen
geht auf die Erwähnung der Weisen oder Sterndeuter in Mt 2,1 EU zurück. Im sechsten Jahrhundert wurden auf Grund ihrer drei Gaben Gold, Weihrauch und Myrrhe (Mt 2,11 EU) drei Personen vermutet. Aus den Sterndeutern wurden im achten Jahrhundert unter Bezug auf Jes 60,3 EU und Ps 72,10 EU Könige mit den Namen Caspar, Melchior und Balthasar.
Diese Könige wurden teilweise als Heilige bezeichnet und verehrt. Ihre Reliquien befinden sich seit 1164 im Dreikönigenschrein im Kölner Dom. Einer der Könige wird traditionell als Mohr dargestellt und wurde seit dem Mittelalter als Vertreter Afrikas gedeutet, während die beiden anderen für Europa und Asien standen, die in jener Zeit bekannten drei Erdteile, die somit alle zum neugeborenen Kind Jesus fanden. Für Beda Venerabilis (8. Jh.) symbolisierten die drei Könige die drei Lebensalter (Jüngling, Mann, Greis) und die drei damals bekannten Kontinente (Asien, Europa und Afrika).
aus https://de.wikipedia.org/wiki/Sternsinger

Leser haben 1 Kommentar hinterlassen.

  • Irmgard Gollwitzer hat kommentiert am

    Mir erschließt sich die Relevanz dieses Beitrags nicht ganz. Interessiert wäre ich hingegen an einen Bericht über die letzte Kundgebung von Querdenken 241 und „Aachener für eine menschliche Zukunft“ vom 2.1.21 mit den Rednern Thorsten Schulte (auch vormals Redner bei AFD-Veranstaltungen und Gast der AFD-Abgeordneten im Bundestag) und Daniel Langhans, der sich in seinen Auftritten mit Hans und Sophie Scholl in eine Reihe stellt….. Diese Veranstaltung wurde in der KRAZ beworben; über alle bisherigen Veranstaltungen der oben genannten Gruppen war übrigens bisher berichtet worden….
    Bei Interesse:https://www.psiram.com/de/index.php/Thorsten_Schulte

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