Nach Erdbeben in Frankreich

15. November 2019 | Veröffentlicht von Hannelore Heidtmann

Der Anlauf von Atomreaktoren verzögert

In Südfrankreich hatte es ein Erdbeben mit Epizentrum in der Nähe von Montélimar gegeben. Der amerikanischen Erdbebenwarte USGS zufolge, deren Daten als weltweit verlässlich gelten, hatte das Beben eine Stärke von 4,8. Insbesondere westlich von Montélimar waren Hunderte Häuser beschädigt worden. Mehrere Menschen wurden verletzt.
Drei Reaktoren der Anlage Cruas-Meysse an der Rhone waren nach dem Beben abgeschaltet worden.

Jetzt (14.11.2019 12:24 Uhr) meldet das ZDF: „Nach früheren Angaben des Energiegiganten wurde die Anlage in Cruas bei dem Erdbeben am Montag nicht beschädigt – es seien aber Vibrationen gemessen worden.“
Der Wiederanlauf der vorläufig abgeschalteten Atomreaktoren verzögert sich. Laut dem Energiekonzern EDF werde nun ein Neustart von Reaktoren des Atomkraftwerks Cruas-Meysse in der ersten Dezember-Hälfte erwartet.
Bisher hatte das Unternehmen in Aussicht gestellt, die Reaktoren schon von diesem Freitag an wieder zu nutzen. Es seien aber noch Kontrollen nötig.
Danach müssten die Ergebnisse an die französische Atomaufsichtsbehörde ASN weitergeleitet werden.

Hierzu ein Kommentar von Hannelore Heidtmann

„Erdbeben in Frankreich“

da bebt im Südosten Frankreichs die Erde und es kommt, oh Wunder, zu Vibrationen im AKW Cruas-Meysse.
Und was macht EDF? Sie fahren ihre AKW runter um sie zu kontrollieren.

Da bebt in mir der Zorn!
Spürbare Vibrationen führen also nicht per se zur Abschaltung der Reaktoren, sondern veranlassen die Entscheidungsträger (in wohlwollender Sorge um die Bevölkerung?) Kontrollen durchführen zu lassen, deren vorzeitiges Ergebnis lautet: Keine Schäden!
Nun erfahre ich, das das Wiederhochfahren für die erste Dezemberhälfte in Aussicht gestellt wird. Es seinen noch weitere Kontrollen nötig.

Da bebt erneut der Zorn in mir!
Wir werden für dumm verkauft und zahlen am Ende auch noch die Zeche.
Wir sollten uns von verdummten Schafen zu mündigen Bürgern wandeln und neben der Kohle auch den AKW-Betreibern die rote Karte zeigen.