Informationen zur BDS-Kampagne

25. November 2019 | Veröffentlicht von

Viel Vortrag – wenig Diskussion

Zum Vortrag am 22.11. von Christoph Glanz waren über 100 ZuhörerInnen in die überfüllte Aula des Welthauses gekommen. Unter den Anwesenden war – wie sich später herausstellte – etwa ein Dutzend ausgewiesene GegnerInnen des BDS [1], andererseits aber auch über 20 Menschen mit Wurzeln in der palästinensischer Kultur. Eingeladen hatte die Aachener Aktionsgemeinschaft „Frieden Jetzt!“

Der Referent Christoph Glanz gilt als ausgewiesener Kenner des Palästina-Israel-Konflikts. Er hat in Israel und Palästina gelebt und gearbeitet. Er beschäftigt sich seit zwei Jahrzehnten intensiv mit der Region und ist seit mehreren Jahren für die BDS-Kampagne aktiv.

Der Vortrag

In seinem 1 1/2 Stündigen Vortrag gab er einen etwa 1 1/4 stündigen Überblick der Unterdrückungsmaßnahmen und Menschenrechtsverletzungen durch Israel gegenüber den Menschen in den besetzten Gebieten.
In einer weiteren 1/4 h zog er Analogien zwischen der früheren, südafrikanischen Apartheidspolitik und dem heutigen Israel.
In den letzten 5 Minuten sprach er über die BDS-Kampagne und welche unterschiedlichen Methoden dabei zur Anwendung kommen können. Auf Nachfrage beschrieb er dann noch, dass es unterschiedliche Varianten dieses Boykotts gäbe; einige würden sich ausschließlich auf Produkte aus den „Siedler“gebieten, andere auf Produkte aus allen besetzten Gebieten, und noch andere auf Produkte aus ganz Israel beziehen.

Die Diskussion

In der sich daran anschließenden „Diskussion“ hatte die Beiträge leider keinerlei Bezüge aufeinander.
Obwohl zu Beginn des Abends die vom Veranstalter vorsorglich (?) informierte Polizei vorbeigeschaut hatte, ging der Abend doch ohne jedwede körperliche Auseinandersetzungen zu Ende.

Anmerkung
[1] Laut ‚Wikipedia‘ ist BDS (Boykott, Desinvestitionen, Sanktionen) eine transnationale politische Kampagne, die den Staat Israel wirtschaftlich, kulturell und politisch isolieren will, um ihre 2005 beschlossenen Ziele durchzusetzen: Israel müsse die „Okkupation und Kolonisierung allen arabischen Landes“ beenden, das „Grundrecht seiner arabisch-palästinensischen Bürger auf volle Gleichheit“ anerkennen und „das Recht der palästinensischen Flüchtlinge auf eine Rückkehr in ihre Heimat und zu ihrem Eigentum gemäß UN-Resolution 194 schützen und fördern.“