Ostersamstag-Spaziergang in Aachen 2026

6. April 2026 | Veröffentlicht von , Keine Kommentare

Klein – trotzdem fein und wichtig!

Das Bündnis „Diplomatie statt Waffen und Sanktionen“ hatte für diesen Ostersamstag zur 47.Kundgebung mit einer anschließenden Demonstration aufgerufen. Bei strahlendem Wetter und sehr sehr vielen Besuchern in der Stadt gab es am Kugelbrunnen die Auftaktkundgebung.
Anschließend zogen die etwa 60 Teilnehmerinnen mit vielen weißen Fahnen, vielen Schildertafeln und Transparenten auf einem langgezogenen Marsch durch Aachen

Der Demonstrationszug

Es ging durch die belebten Einkaufszonen …Adalbertstraße zum Geldkreislaufbrunnen, durch die Krämergasse zum Markt. Dort gab es eine kurze Zwischenkundgebung. Der anschließende, zweite Teil der Demo ging durch die Großkölnstrasse wieder zum Kugelbrunnen und endete dort mit einem letzten Liedbeitrag der Sokosophen.

Während des Demonstrationszug wurden die Passanten über eine mobile Lautsprecheranlage auf einem Fahrradanhänger immer wieder informiert, warum diese Demonstration stattfindet und was die Hauptmotive der Demonstranten sind. Immer wieder – insbesondere aber am Markt bei der Zwischenkundgebung war die Resonanz der Passanten zustimmend positiv. Es gab Applaus von Leuten, die dort in den umliegenden Cafés saßen.

Den Menschen dürfte schon klar geworden sein, wie groß die Diskrepanz zwischen der friedlichen Stimmung hier in Aachen und den schrecklich Berichten der fernen Kriege ist. Da in den Durchsagen auch erläutert wurde, dass diese ‚fernen Kriege‘ auch Rückwirkungen auf uns hier in Deutschland haben werden, haben die Zuhörer auch eine Ahnung davon bekommen, was auf sie/uns zukommt:
Solche Kriege müssen durch UNS BÜRGER bezahlt werden – am allerbesten (aus Sicht der Herrschenden) durch Kürzung von sozialen Leistungen. So lassen sich Kriege schließlich am schönsten finanzieren!

— Zu den Beiträgen —

Nach der Eröffnug sorgte

  • Jochen als Sänger und Gitarrenspieler der Sokosophen einerseits für die musikalischen Beiträge. Er steuerte aber auch einen längeren Redebeitrag bei, der stark christlich-religiös geprägt war. Schwerpunkt war der Glauben, dass Frieden notwendig aber auch möglich ist. Er bezog sich dabei mehrfach auf die christlichen Werte zu Ostern – und stelle viele Assoziationen zu dem Wort „Heiland“ (unter Betonung des ‚Heilens’) her. Der Beitrag war von der Tendenz her auf einer politischen Veranstaltung schon etwas Besonderes – aber genau hierin zeigte sich die große Spannbreite dieses ‚real-handelnden‘ Anti-Kriegs-Bündnisses: Es sind die unterschiedlichen Ansätze für das gemeinsame Ziel: „Diplomatie – statt Waffen und Sanktionen“
  • Ihm folgte der Beitrag von Andrej Hunko vom der BSW. der seine Eindrücke der aktuellen kriegerischen Weltsituation schilderte. Er betonte u.a. ausführlich die positive Rolle Spaniens in der Anti-Kriegsposition. Weiterhin erläuterte Hunko eine bisher unbekannt gebliebene Erweiterung der Wehrpflicht: ab jetzt muss jeder 17- bis 45-Jährige anmelden, falls er sich länger als drei Monate aus Deutschland entfernen möchte!
    Hunkos weiteres Thema waren die EU-Sanktionsmaßnahmen gegen einzelne Personen und hier insbesondere der aktuelle Fall des Berliner Journalisten Hüseyin Dogru.
  • Anschließend gab’s die traditionelle „Presseschau“ von Ansgar Klein mit den Meldungen der letzten Tage, die auf der Seite der Würselener Friedensinitiative nachzulesen ist.

Bei der späteren Zwischenkundgebung am Markt gab es den

  • Beitrag der Freien Linke Aachen. Thema war hier, dass es aktuell eigentlich drei (eigentlich sogar fünf) Kriege gibt:
    • Dem Krieg im Iran, dem in der Ukraine und dem immer noch andauernden – aber hinter der Mauer des Schweigens verdeckten Krieg in Gaza
    • und dann (im Januar) die Entführung des Staatsoberhauptes von Venezuela,
    • die US-Übernahmeforderungen gegen Grönland (auch im januar)
    • und die Strangulierung von Kuba durch Blockade (fortdauernd!)
  • Es wurde erläutert, dass Deutschland an der Finanzierung der – zumindest der ersten drei – Kriege beteiligt ist. Daher gab es die Aufforderung an die Zuhörer, dass sie sich darum kümmern mögen, dass zumindest die deutsche Regierung diese Kriegsunterstützung beenden soll.

Zum Abschluss noch drei kleine, aber erwähnenswerte Beobachtungen seitens der kraz

  • Hinweis auf die kleine Gruppe IranerInnen auf der Demo, die (auf entsprechende Nachfragen der kraz) gezielt an DIESER Demo teilnahmen. Sie waren absichtlich nicht zu der Kundgebung gegangen, die zeitgleich am Bahnhof stattfand und dort den Pahlavi als nächsten Schah installieren möchten – und dabei letztlich auf FÜR den Angriff durch die USA und Israel sind.
  • Eine größere Gruppe der BSW war parallel – wohl aus strategischen Gründen – zum Kölner Ostermarsch gegangen. Trotzdem waren auch einige BSW-MitgliederInnen in Aachen dabei, u.a. Andrej Hunko, der dann auch spontan eine Rede gehalten halt.
  • Es gab keinerlei Störungen durch die atlANTIFA oder sonstige Schmiermänner.
    Aber ganz sicher wird es dafür auch keinen Bericht in der Dienstags-AZ geben!

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