Bürgergespräch und Kundgebung

25. Dezember 2021 | Veröffentlicht von

Ein Bericht

Zwei Tage vor Heiligabend gab es noch eine Veranstaltung unter dem Motto „Bürgergespräch und Kundgebung zum Thema Unverhältnismäßigkeit der Corona-Maßnahmen“ am Kugelbrunnen in Aachen.
Organisiert wurde diese von Herrn Yasin Kaddori „für die Bürger“ der Stadt Aachen. Sein Ziel war es, auf Ungerechtigkeiten der unfreiwilligen Corona-Maßnahmen des Gesetzgebers hinzuweisen und mit Bürgern darüber in einen Dialog einzutreten. Er wollte offene Fragen beantworten, über Missverständnisse und Annahmen aufklären und „Glaubenssätze“ kritisch beleuchten.

Die Idee war: „einseitiges informiert sein“ durch weitere Informationen zu ergänzen.

Vier Bürger stellten dem Veranstalter konkreten Fragen

Insgesamt haben etwa 50 Personen an der Veranstaltung teilgenommen, davon sicher 10 von Anfang an bis zum Ende. Auf die Frage „warum lassen Sie sich nicht impfen?“ erklärte er, dass er selber ein zwei-fach Corona-„Genesener“ ist (beide Male „PCR-positiv“!): Im November 2020 habe er einen ersten Coronainfekt gut überstanden. Sein Körper wurde durch die Erkrankung weniger belastet als durch frühere grippale Infekte. Er führte dies auf sein starkes Immunsystem zurück. Er unterstütze seinen Körper durch Sport, ausgedehnte Spaziergänge und vegane Ernährung. Er habe keinerlei Vorerkrankungen und sei normalgewichtig.
Im Dezember 2021 erkrankte er dann ein zweites Mal an Corona. Der Verlauf war  diesmal wie eine leichte Erkältung mit wenig Schnupfen.

Eine Bürgerin berichtete am Mikrofon, dass ihre 60-jährige Mutter sich nicht impfen lassen wolle und fragte: „Was empfehlen Sie diesen Menschen?“.
Dem begegnete er mit der „Freiheit des Selbstbestimmungsrechts“ und wies auf die Unversehrtheit des Körpers hin. Er erläuterte, dass die Mutter mündig sei und ihre gesundheitlichen Gefahren durch Vorerkrankungen, von ihrem Alter und von ihrem Lebensstiel abhängig sei. Die Mutter wird für sich selbst persönlich die Entscheidung treffen können, was für sie das Beste ist. Er verwies auf die allgemeine Haltung hin, dass das Recht auf Selbstbestimmung auch Rauchern und übergewichtigen Menschen zugestanden wird. Warum also hier eine andere Haltung durchsetzen wollen?

Bereichert wurde die Veranstaltung durch den Bericht zweier Bürgerinnen über ihre persönlichen belastenden Erfahrungen während der letzten Monate:

Sarah, Mutter einer Tochter, die von einer Ärztin, nach Ihrer Quarantäne in einem Beratungsgespräch verunsichert wurde.
Hierbei hatte die Ärztin Sarah moralisch unter Druck gesetzt, dass sie sich weiterhin in Quarantäne begeben sollte auch wenn sie durch einen Schnelltest aus der Quarantäne „freigetestet“ sei, da sie weiterhin erkältet sei. Dies hat Sarah sehr verunsichert, da sie nicht diese Information einordnen konnte. Die Ärztin hat sich nicht die Mühe gemacht Sarah in Ruhe den Sachverhalt und die Zusammenhänge zu erklären.
Das Gespräch war von emotionalem Druck seitens der Ärztin begleitet. Sarah konnte in einem nachfolgenden Gespräch mit einem weiteren Arzt in der Praxis Missverständnis auflösen. Sarah wünscht sich von ihrer Ärztin „abgeholt“ und weniger ohne Erklärungen unter Druck gesetzt zu werden.
Dies wünscht sich Sarah auch von anderen Menschen in Aachen.

Heike berichtete über Ihre C-Erfahrungen in der belgischen Kommunalpolitik.
Aufgrund ihrer Bedenken zu den getroffenen C-Maßnahmen wurde sie aus politischen Ämtern herausgedrängt. Ein offener Austausch war hier von den politischen Akteuren nicht erwünscht und führte für sie zum Parteiausschluss. Außerdem wurde sie von ihrer Tätigkeit als Schöffin im Gemeinderat entbunden.
Ihr weiteres Mitwirken im Gemeinderat konnte von den politischen Kräften in der Gemeinde aber nicht vollständig unterbunden werden.
Heike verbleibt nach eigener Aussage als einziger Mensch und damit Sprachrohr im Gemeinderat für Menschen in der Gemeinde, die sich kritisch und fragend gegenüber den C-Maßnahmen äußern.
Sie war vom unmenschlichen Umgang mit Ihr und die politische Kaltstellung überrascht und persönlich sehr getroffen. Sie vermisst eine gesellschaftliche und politische Kultur, kritischen Menschen zuzuhören und diese am politischen Agieren trotz Meinungsverschiedenheit mitwirken zu lassen. Die Versuche der politischen Akteure ihr politische Denken zu vereinheitlichen, hat sie zutiefst verletzt.

Eine sinnvolle Veranstaltung

Rückblickend war die Veranstaltung eine bereichernde Aktion für die Bürger Aachens.
Bürger nahmen an der Veranstaltung teil, haben zugehört und Fragen gestellt.
Menschen wurde die Möglichkeit gegeben, über Ihre persönlichen Erfahrungen zu berichten.
Und um die Haltung zu einem liebevollen Miteinander zu symbolisieren hatte Herr Kaddori den Kleinkindern der Passanten vor Ort Herz-Luftballons geschenkt. Die Freude der Kinder war groß.

Leider wurde die Kundgebung einige Male durch Buhrufen einer kleinen Gruppe gestört. Leider wurde die Bitte/Einladung von Herrn Kaddori, doch zu einem Dialog zum Mikrofon zu kommen, unter Verwendung abfälliger Zurufe abgewiesen.
Bei einem besonders aufgeregten Buh-Rufer musste die Polizei durch Präsenz diesen von seiner fortgesetzten Störung abhalten.

Herr Kaddori bedankte sich explizit bei den Unterstützern der Veranstaltung und bei der Aachener Polizei für ihre Präsenz und Besonnenheit vor Ort.

Auf ein Neues!  ==> Nächstes Bürgergespräch: 29.12.2021 (15:00-16:30) am Kugelbrunnen in Aachen.

Leser haben 2 Kommentare hinterlassen.

  • Detlev hat kommentiert am

    Ich lehne eine Impfpflicht ab.
    Aber: auch am Tag vor Weihnachten sind in Deutschland über 350
    Menschen an Covid 19 gestorben.

    Von daher wünsche ich vielen die auf die Strasse gehen Weitsicht und einen klaren, unideologischen Blick und dass Sie Expertem mehr vertrauen als dubiosen Webseiten und Telegram Kanälen.
    Seid solidarisch, lasst Euch impfen.
    Allen Ungeimpften und Geimpften wünsche ich ein glückliches neues Jahr 2022

    • Eike B hat kommentiert am

      Ich gehe davon aus, dass die Mehrheit der 350 Menschen nicht an, sondern mit Corona gestorben sind. Und dass weiter rund 2750 Menschen am gleichen Tag an anderen Ursachen gestorben sind. Und dass es keine wesentliche Übersterblichkeit, also mehr Gestorbene als sonst gibt.

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