8. Mai 1945: Ende 2.Weltkrieg – in Europa

9. Mai 2021 | Veröffentlicht von

Sieg über Nazi-Deutschland!

Am 8. Mai 1945 wurde der Sieg über Nazi-Deutschland besiegelt. Eigentlich müsste das in Deutschland eine nationaler Feiertag der Freude sein – ist es aber nicht.
Die Linkspartei hat zwar dankenswerterweise einen entsprechenden Antrag gestellt (siehe hier) – der aber ziemlich sicher von allen anderen Parteien abgelehnt werden wird.
Aber auch ohne Feiertag wurde in Aachen dieser wichtige Tag des Sieges gefeiert – leider auf zwei getrennten FriedensKundgebungen.

Diese gesellschaftliche Spaltung hat mittlerweile auch die Friedensbewegung gespalten.

Letztlich ist diese Trennung die Konsequenz aus der allgemeinen gesellschaftliche Spaltung wegen „Corona“. Es geht dabei um eine unterschiedliche Einschätzung der RELEVANZ von „Corona“: Die eine Fraktion ist schärfster Verfechter der staatlichen & MehrheitsMedien-Darstellung; die andere hinterfragt und bezweifelt genau diese Behauptungen und Zahlenangaben äußerst kritisch.

Eigentlich hätte das unmöglich sein dürfen, weil „Frieden“ und die „Bewertung einer Pandemie“ zwei völlig unabhängige und unterschiedliche Themen sind! Aber die Realität der letzten 1 1/3 Jahre ist anders: seitens der Corona-Pandemie-Überzeugten (CP-Ü) gibt es gröbste Ausgrenzungsbeschlüsse gegen die Corona-Pandemie-Skeptiker (CP-S); letztere werden sogar als „Nazis“, als „Antisemiten“ und als „Verschwörer“ ausgegrenzt.

Logische (bittere) Konsequenz dieser sektiererischen Ausgrenzung sind an diesem Tag zwei getrennten Veranstaltungen zu einem gemeinsamen Thema!
Die einzige Verbindung beim Thema „Frieden“ in Aachen läuft offenbar noch über Andrej Hunko, der als Aachener MdB der Linkspartei auf beiden Kundgebungen sprechen konnte/durfte. Wir dokumentieren seine beiden Beiträge:
a) Video bei der CP-S Veranstaltung  und b) Video bei der CP-Ü Veranstaltung.

I. Die Veranstaltung (der CP-Skeptiker) um 11 Uhr am E-Brunnen

An diesem Vormittag waren ca. 45 TeilnehmerInnen erschienen. (Die StörAbteilung und deren konspirative Observationsgruppe war nicht erschienen.)
Gemeinsamer Aspekt aller Reden bei dieser Veranstaltung war, dass der 8. Mai 1945 als ein „Tag des Sieges über Nazi-Deutschland“ in Erinnerung bleiben soll und welch bedeutende Rolle bei diesem Sieg die Menschen und die rote Armee der damaligen UdSSR hatte [1].
Der andere Haupttenor der Veranstaltung war die Lehre, dass jeder Krieg eine Vorbereitungsphase hat – nämlich die Propaganda für den Krieg. Und deshalb wurde in ALLEN Reden darauf hingewiesen, dass wir wieder so eine Kriegs-Vorbereitungs-Phase haben: staatlicherseits und in der gesamten Mainstrem-Medien wird gegenwärtig eine Kriegshetze gegen Russland – und immer stärker werdend auch gegen China – entfacht!

Der Einladungstext zu dieser Veranstaltung ist in [3] dokumentiert

II. Die Veranstaltung (der CP-Überzeugten) um 14 Uhr am Marktplatz
Am Markt war der Veranstalter die Linkspartei [2], unterstützt von folgenden Organisationen: Die LINKE, Linksjugend, SDS, Solid, DKP, VVN, DFG/VK, Antifa, AKB, SAV, SOL und die Seebrücke.
Gemeinsam hatten sie in Summe 83 Leute mobilisiert. Darunter waren auch 12 BesucherInnen der Vormittags-Veranstaltung, wie von der Observationsgruppe ordnungsgemäß beobachtet wurde (siehe Kopie in Anlage).
Erneut hielt Andrej Hunko auch hier die Auftaktrede (Hier zum Video). Danach sprachen MitgliederInnen der Linkspartei, vom SDS und von der Seebrücke.
Der Kreisvorsitzende Igor Gvozden berichtete, welch wichtige Beiträge die Partisanen in den durch Nazi-Deutschland besetzten Gebieten zum Sieg geliefert haben.

Der Einladungstext zu dieser Veranstaltung ist in [4] dokumentiert.

Anmerkungen

[1] 8. Mai 2021 – Russlands Botschafter in Berlin: „Der 8. Mai ist für uns ein heiliger Tag“

[2] Obwohl die Veranstaltung auf der Seite der Linkspartie nirgendwo angekündigt wurde! (Siehe Kopie rechts)

[3] Einladungstext für die Kundgebung I der CP-S

Am 8. Mai endete 1945 der 2. Weltkrieg. Deshalb lädt die Aachener Bürgerinitiative ‚Gute Nachbarschaft mit Russland‘ zusammen mit den ‚Aachener KriegsgegnerInnen‘ am 8. Mai zu 11 Uhr am Aachener Elisenbrunnen zu einer Veranstaltung zum ‚Tag des Kriegsendes‘ ein.
Themen dieser Kundgebung werden die Erinnerung an das blutige Ende des ‚Nazi-Reichs‘, aber auch Forderungen an die gegenwärtige Politik sein: die aktuelle Kriegsrhetorik gegen Russland beenden, den Ukraine-Konflikt deeskalieren, das Defender 21-Manöver stoppen und ganz generell für Abrüstung und Entspannung sorgen. Das sind die gleichen Forderungen, die auf der Antikriegs-Demo in Dülmen am 7. Mai erhoben werden.
Zu der Dülmener Demo ruft die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienstgegner NRW zusammen mit den ‚Friedensfreunden Dülmen‘ auf. Auf der Aachener Veranstaltung soll insbesonders auf die Notwendigkeit einer guten Nachbarschaft mit Russland hingewiesen werden, die – völlig unabhängig von der russischen Innenpolitik – für den Frieden in Europa unerlässlich ist.“

[4] Einladungstext für die Kundgebung II der CP-Ü

„Der 8. Mai 1945 war der Tag der Befreiung vom faschistischen Terror und vom Krieg.

An diesem Tag hatten die Nazis, ihre Förderer und Parteigänger den Krieg verloren. Für die Mehrheit der Menschen in Europa bedeutete das die Hoffnung auf Frieden, Freiheit und Zukunft.
Tatsächlich gibt es keinen Tag der europäischen Geschichte, der so viel Freude und Erleichterung ausgelöst hat und gleichzeitig so teuer errungen werden musste, wie dieser 8. Mai 1945.
Mehr als 60 Millionen Menschen fielen Nazi-Terror, Holocaust und Vernichtungskrieg zum Opfer. Sie bezahlten den deutschen Griff nach der Weltherrschaft mit unvorstellbarem Leid und ihrem Leben. Millionen alliierte Soldaten, Frauen und Männer aus dem Widerstand, PartisanInnen und Kriegsverweigerer haben für diesen Tag ihr Leben riskiert und geopfert. Sie alle kämpften als Teil der Anti-Hitler-Koalition für eine Welt ohne Kriege, Elend und Unterdrückung. Ihnen gilt unser Dank.
Ihr Einsatz hat den Menschen in Europa nach den bitteren und schmerzhaften Jahren der Verfolgung und Unterdrückung den Neuanfang, die Gestaltung von Gegenwart und Zukunft, den Aufbau eines Lebens in Frieden, Freiheit und Vielfalt ermöglicht.
Weltweit eröffneten sich mit der Gründung der UNO und der Erklärung der Menschenrechte neue Möglichkeiten für das friedliche und solidarische Zusammenleben der Menschen und Staaten.
Dieses Vermächtnis des 8. Mai 1945 scheint heute keine Rolle mehr zu spielen.
Während es 1945 hieß: „Von Deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen“ sind heute deutsche Waffen und deutsches Militär fast überall beteiligt. Die Bereitschaft, „deutsche Interessen“, also vor allem Ressourcen, Transportwege und Absatzmärkte, mit militärischen Mitteln durchzusetzen ist alltägliche politische Praxis geworden.
Dieser Praxis treten wir entschieden entgegen. Deutschland muss endlich das Erbe unserer Befreier umsetzten und sich international für Frieden und Abrüstung einsetzten.
Um diese Forderung zu unterstreichen und das Andenken an die Befreier vom 8. Mai zu wahren,
rufen wir am 8.5 um 14 Uhr zu einer Kundgebung am Aachener Markt auf“

[5] Grußwort von Bernhard Trautvetter

Ich danke Euch für Euer Engagement für die Zukunft des Lebens. Jede Handlung im Sinne des Friedens steigert die Hoffnung auf Zukunft. Ohne Frieden kippt das Klima, verbrennt Leben, stirbt ein Stück Erde. Europa hatte im letzten Jahrhundert zwei große Kriege; sollte darauf im 21. Jahrhundert ein dritter folgen, dann bliebe dieser Erdteil unbewohnbar zurück.
Die Nato-Propaganda wäscht ihre Hände in Unschuld, sie macht die Völkerrechtsbrüche in den Kriegen, in denen sie seit dem Ende des Kalten Krieges mehrdach Völkerrecht brachen, vergessen, oder sie waschen die Verbrechen als Friedensmissionen weiß. Sie haben damit dazu beigetragen, dass ganze Staaten ins Stadium des Zerfalls abgerutscht sind. Sie haben die Weltkriegsgefahr so gesteigert, dass die Nuklearwissenschaftler die Weltuntergangsuhr auf 100 Sekunden vor der Stunde Null vorgestellt haben. Dies wegen der Spannungen und Kriege, wegen der ökologischen Zukunftsgefährdungen und wegen der Nuklear- und Hochrüstung. Europa hat nur eine Zukunft als Kontinent, der die Sicherheitsinteressen aller Staaten, auch Russlands berücksichtigt. So steht es auch im Vertrag zur Deutschen Einheit. Die einseitige Dämonisierung Russlands offenbart doppelte Standards der westlichen Politik und schürt eine Vorkriegsatmosphäre. Russland ist im 20. Jahrhundert zwei Mal von unserem Land überfallen worden. Es hat ein Fünfzehntel der Rüstungsausgaben der Nato. Seine Politik rechtfertigt mitnichten die eskalierende sogenannte Abschreckungs- und Sanktionspolitik der Nato. Frieden gibt es nur mit und nicht gegen Russland. Drängen wir die Politik zurück in die Phase der Entspannungspolitik, die uns die Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa gebracht hat! Unser Nein zu Eskalation und Krieg entspringt unserem Ja zum Leben. Es entspringt unserer Verantwortung für die Zukunft. Hier treffen sich auch die Friedens- und Ökologiebewegung, sowie die Solidaritätsbewegung, die in einem möglichst breiten Bündnis bis in die Kirchen und Gewerkschaften hinein alle Reserven auszubauen haben, um das Leben in dieser gefährdeten Welt zu retten!
Wir marschieren nicht gen Osten, wir marschieren nicht gen Westen, wir engagieren uns für eine Welt, die von Kriegen gar nichts hält, denn das ist für alle am besten!

[6] Rede(manuskript) der KriegsgegnerInnen Aachen

Meine Lehre vom 8.Mai lautet:  Krieg-Propaganda bekämpfen!

… ich spreche hier für die „KriegsgegnerInnen Aachener“

1. Der Rückblick auf den Mai 1945 hat einen konkreten Bezug zu heute.

Viele Menschen glauben, dass der 8. Mai nur einer dieser üblichen historischen Gedenktage über Krieg und Elend ist.
Ich sehe das etwas anders und berichte euch, was ich aus diesem Sieg über Nazi-Deutschland gelernt habe:
Es geht um die Erinnerung an das Ende eines Krieges –
DAMIT wir alles tun –  dass solche Kriege gar nicht erst beginnen!
Und meine Lehre lautet in Kurzform: Bekämpft die Propaganda für neue Kriege!

2. Trotzdem muss man wissen, was VOR diesem 8. Mai 1945 geschah.

Am Ende vom ersten Weltkrieg war 1917 die UdSSR entstanden. Sie war eine reale Alternative zum Kapitalismus in den anderen Ländern. Und seit ihrer Gründung war sie ein schmerzender Stachel im Fleisch der kapitalistischen Welt.
Aus Sicht der Kapitalisten sollte dieser Sozialismus zerstört werden – und als der damalige Kapitalismus große ökonomische Probleme bekam, machten schließlich 1941 die deutschen Nazis die Drecksarbeit für den weltweiten Kapitalismus, und versuchten, endlich den „bösen“ Kommunismus bzw. Sozialismus zu beseitigen.
Diese Rechnung ging dann nicht auf, weil sich die Menschen der UdSSR unter schrecklichen Opfern erfolgreich gegen den Angriff gewehrt haben.
==> Und der 8. MAI wurde dann der Tag des Sieges über NAZI-Deutschland.
Es gab Millionen Tote unter der Zivilbevölkerung im Westen wie im Osten und Millionen im Holocaust.
Die Hauptlast für den Sieg in diesem Krieg haben die Menschen in der UdSSR mit 27 Millionen Toten bezahlt. Aber für die Überlebenden in der UdSSR bedeutete dieser Sieg:
die Rettung ihres Lebens!
Ohne diesen Sieg hätte das kapitalistische Nazi-Deutschland die damalige sozialistische Sowjetunion als Kolonie benutzt und durch die Ermordung weiterer Millionen Menschen sich den Raum für „arische Siedler-Kolonien“ geschaffen.
Glücklicherweise hat das nicht geklappt.

Der Sieg der roten Armee in Stalingrad war DAS Symbol für die erfolgreiche Abwehr der Nazis; Leider haben viele unserer deutschen Großeltern in ihrer Verblendung – und als Ergebnis der staatlichen Propaganda – diesen Namen „Stalingrad“ genau falsch herum verstanden, nämlich als Niederlage statt als Sieg ihrer wirklichen Interessen.

3. Wer hat Interesse an Krieg? Wer bereitet ihn vor?

Interesse am Krieg haben diejenigen, die an der Rüstung oder an den geopolitischen Vorteilen verdienen.
Die normale Bevölkerung hat jedenfalls keinerlei Interesse am Krieg.
Deshalb muss sie – um kriegswillig zu werden – propagandistisch entsprechend darauf eingestimmt werden.
Wir haben das 1999 in der Zeit des Jugoslawienkrieges erlebt, als uns Herr Josef Fischer von den Grünen beigebracht hat, dass „Wir-Deutschland“ aus moralischen  Gründen endlich wieder Belgrad bombardieren sollen!

4. Der neue kalte Kriege gegen Russland läuft schon …

a) Die Kriegshetze gegen Russland wird seit einigen Jahren immer heftiger betrieben. Jetzt haben wir eine grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock, die immer und permanent gegen Russland hetzt. Leider hetzt sie genauso auch gegen China.
Es wird in unseren Medien jede mögliche Chance genutzt oder sogar „herbeigelogen“, um mit wunderschön gesetzten Worten eine Kampagne gegen Putin zu starten und ihn zum Ungeheuer zu machen.
Ich will die internen russischen Probleme und Fehlentwicklungen nicht schönreden. Aber sollen „WIR“ jetzt bei denen aufräumen???
Wieso hat Baerbock ihren Blick auf Russland und nicht auf die eigenen Verbündeten?
Wieso redet sie über Navalny und nicht über Julian Assange, der in England in Isolationshaft gehalten wird? In dem Land, das angeblich die „Wiege der Demokratie“ sein soll?

b) Es läuft das riesige NATO-Manöver Defender2021 gegen Russland.
Waffen werden möglichst nah an die russische Grenze gebracht – und dann wundert man sich, dass Russland sensibel darauf reagiert?

c) Es wird mit aller Macht gegen Northstream-2 polemisiert. Es klingt fast so, als würde diese Gasleitung die BRD in die Abhängigkeit von Russland bedeuten!
Okay, Northstream-2 ist als Gasleitung ein für mich zwiespältiges Unterfangen:

    •  Als materielle Verbindung zwischen Russland und Deutschland wäre es ein großartiges Symbol der Völkerverständigung und Zusammenarbeit. Es wäre eine WIRKLICHE Verbindung! Und beide Seiten hätten nur Vorteile!
    • Als GAS-Leitung ist sie Träger fossiler Energie. Und als jahrelanger Streiter auch für Umwelt und Klimaschutz sehe ich durchaus, dass fossiles Gas bestenfalls eine Brückentechnologie für nur eine begrenzte Zeit sein darf! Aber allemal besser als Braunkohle-Dreck – aber eben „nicht gut“. Aber es gibt eine erfreuliche Aussicht:
      DIESE Leitung könnte in einem Jahrzehnt statt ‚fossilem Gas‘ auch für GRÜNEN Wasserstoff genutzt werden. (Die Technikfreaks unter euch werden verstehen, wie das technisch gehen wird) Und DANN wäre Northstream-2 wirklich das beste was uns passieren kann:
      – Es wäre ein echtes „Friedensprojekt“:
      – Energieversorgung UND Völkerverständigung!

5. Und auch gegen China wird ein kalter Krieg herbeigeredet …

Egal welche Zeitung ich aufschlage, egal welche Radio- oder Fernsehbeiträge ich höre oder sehe – auch China wird überall präsentiert als das ganz große Übel!
So wird die Seidenstrasse, die eigentlich eine großartiges Projekt zur Verbindung von und zum Austausch zwischen Ländern sein könnte, in unseren Medien allerseits als ein schon fast kriegslüsternes Projekt dargestellt.

Auch hier gilt ==> Lasst bitte keine Hassgefühle gegen China in euch hinein-manipulieren!

6. Die am Krieg interessierten betreiben nicht nur Propaganda – sie werden auch eine Friedensbewegung schwächen wollen

Jetzt wird’s etwas gruselig: Aus Sicht der Rüstungslobby war die hiesige Friedens- und Antikriegsbewegung sowieso auch bisher nicht sonderlich stark. Und jetzt spaltet sich diese Friedens- und Antikriegsbewegung sogar noch selber!

Die gesellschaftliche „Corona-Spaltung“ hat auch unsere Friedensbewegung gespalten! Eigentlich hätte das unmöglich sein müssen, weil „Frieden“ und die „Bewertung einer Pandemie“ zwei völlig unterschiedliche Themen sind!

Aber die Realität der letzten 1 1/3 Jahre ist anders:
Seitens der Corona-Pandemie-Überzeugten gibt es schärfste Ausgrenzungsbeschlüsse gegen die Corona-Pandemie-Skeptiker, letztere werden sogar als „Nazis“, als „Antisemiten“ und als „Verschwörer“ ausgegrenzt.
Es fühlt sich an wie im späten Mittelalter bei den religiösen Auseinandersetzungen zwischen Evangelischen und Katholischen!

Die daraus resultierenden Auftritts- und Sprechverbote haben notwendigerweise dazu geführt, dass sich auch in Aachen eine neue Gruppe von „KriegsgegnerInnen Aachener“ (KGA) gebildet hat. Ich bin einer davon!

Wegen dieser schrecklichen Spaltungen hätte ich mir in den letzten Monate mehrfach gewünscht, dass sich alle nochmal des Brecht-Stück „Mutter Courage“ anschauen mögen! Dort wird das Drama beschrieben, wie sich zwei Frauen um EIN Kind kümmern – und welches Grauen erzeugt wird, wenn die Eine sich GNADENLOS ihr VERMEINTLICHES Recht nimmt!

Aber leider ist die Spaltung nun mal Realität.
Wir wissen, dass „wir HIER“ auf diesem Platz nur ein Teil der Friedens- und Antikriegsbewegung sind. Die „andere“ Fraktion wird nachher um 14 Uhr am Markt ebenfalls eine „8.Mai-Kundgebung“ machen.
Wir hätten das gerne gemeinsam gemacht und es ist schade, dass es uns in Aachen – wie auch im Rest der BRD – nicht gelungen ist, uns an DIESEM Tag zusammen zu tun.

7. Nach diesen letzten, etwas deprimierenden Worten möchte ich meinen Beitrag aber gerne mit einem positiven Bild beenden,
dem „Unsterbliche Regiment“

2019 war ich mit politischen Freuden auf einer Russlandreise und dabei am 9. Mai in Moskau: Für mich eine unvergessliche Erinnerung!

In Moskau gibt es seit etwa 12 Jahren jeweils am 9. Mai eine riesige Demonstration durch die Stadt über den Roten Platz zur Erinnerung an die Verteidiger der UdSSR im 2.Weltkrieg.
Die Russen nennen das den „Marsch des Unsterblichen Regiments“: Fast jeder trägt dabei Fotos von eigenen Vorfahren, die damals gegen den Nazi-Angriff gekämpft haben. Und trotz der Trauer um die Verstorbenen ist es ein optimistischer Umzug im Gedenken an die erfolgreiche Verteidigung!

Damals demonstrierten dort ca. 1 Millionen Menschen in 100er Reihen!

Als Deutsche Besuchergruppe sind wir AUF diesem Marsch mitgegangen und haben dabei ein großes Transparent getragen.
Es gab KEIN böses Wort gegen uns als „Deutsche“,
Es gab NUR positive Begeisterung! Alle waren überrascht und erfreut, dass auch „Deutsche“ auf diesem Marsch dabei waren!
==> Deshalb haben wir HEUTE dieses Transparent zur Erinnerung und zum Zeigen mitgebracht!

Meine Lehre aus diesem Erlebnis:

Friede in Europa ist nur möglich MIT und nicht GEGEN Russland!
Freundschaft mit Russland!

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