Kritik an der Laudatio von Frau Kässmann am Antikriegstag in Aachen
22. September 2015 | Veröffentlicht von Walter Schumacher, Keine KommentareDiese Kritik an Frau Kässmann erreichte uns am 19.9.15. Bezug ist der Artikel vom 2.9.15
Sehr geehrte Frau Dr. Kässmann,
Erst kürzlich hatten wir Gelegenheit, Ihre Laudatio zur Preisverleihung in der Aula Carolina in Aachen zu lesen. Nach Ihrem „Nichts ist gut in Afghanistan!“ in der Dresdner Frauenkirche hatten wir ähnlich klare Worte am Antikriegstag in der Aula Carolina erwartet. Leider hat uns Ihre Rede sehr enttäuscht!
Sie haben zwar das Elend der Flüchtlinge benannt, doch zu den Fluchtursachen haben Sie praktisch nichts gesagt. Sind Sie nach Ihren klaren Worten in der Frauenkirche dermaßen eingeschüchtert worden, dass Sie es nicht gewagt haben, die Hauptursachen der Flüchtlingsströme zu nennen? Weshalb haben Sie die Schuldigen im ‚Westen‘ nicht benannt: die Waffenhändler und Kriegsverbrecher in der US-dominierten NATO, in der EU und in Deutschland?
Unangemessen fanden wir auch Ihren Ausspruch: „Menschen brechen auf, um ein besseres, ja erst einmal ein gutes Leben zu finden.“ Menschen fliehen nicht, um „ein gutes Leben zu finden“; sie fliehen um zu überleben! Lesen Sie nur: Georg Rammer: „Fluchtgrund kannibalische Weltordnung“ in ‚Ossietzky“, Nr.18,2015; www.euregioprojekt-frieden.org/index.php/component/content/article/9-hauptmenue/friedenswerkstatt/politik/142-fluchtgrund
Mit Friedensgruß
Helene+Ansgar Klein, Sprecher der Würselener Initiative für den Frieden am 19.9.15
Die Kommentarfunktion für ältere Artikel ist geschlossen.
Bitte bleibe mit Deinen Kommentaren sachlich und respektvoll.
Kommentarregeln:
An jedem Artikelende gibt es eine Kommentarfunktion. Diese ist für 6 Tage nach Erscheinungsdatum freigeschaltet, danach ist die Kommentarmöglichkeit geschlossen.
Richtlinien für die Kommentare:
(maximal ca. 2500 Zeichen)