Regierungs-Parteien demonstrieren gegen Bürger

9. Januar 2022 | Veröffentlicht von

Impf-Fans schreien gegen „Nein zur Impf-Pflicht“

Unter dem Titel „Solidarisch auch in Krisenzeiten“ hatte ein Bündnis aus Impf-Pflicht-BefürworterInnen für Samstag ab 15 Uhr zu einer Kundgebung am Elisenbrunnen aufgerufen. Der Untertitel lautete „Hinaus zum Protest, für ein solidarisches Miteinander, für die Wissenschaft und gegen die Querfront!“
Die Stoßrichtung der Aktion war angelegt als Gegenkundgebung zur angemeldeten Demonstration vom Bündnis „NEIN zur Impfpflicht“.

Ein Aufruf von Regierungsparteien

Der Aufruf kam von einem Bündnis aus Gruppen, die teils aus Unterorganisationen der aktuellen Regierungskoalition bestehen oder aber eng mit ihnen verbandelt sind. Der kraz wurde dieser Aufruf erst zwei Tage vorher durch ein „Plakat“ auf der Facebook-Seite des Aachener UWG-Ratsherrn C. Allemand bekannt.
Auf dem entsprechenden Bild werden 15 Organisationen [1] aufgeführt. Bei der Aktion selber wurden durch entsprechende Fahnen noch die VVN und die DKP als Organisation sichtbar; die „Antifa“ erschien zwar ohne Ankündigung dafür aber in ihrer üblichen Aufmachung.

Kundgebungen von Impf-Pflicht-BefürworterInnen gegen die Demo „NEIN zur Impfpflicht“.

Als reale Personen sind am Elisenbrunnen dann während der Kundgebung ca. 240 Personen erschienen, aus denen während des Vorbeizugs des Bündnis „NEIN zur Impfpflicht“ dann noch ca. 160 wurden – und am Markt waren es schließlich bestenfalls 40 Personen!
Eine erstaunliche Mobilisierung für 17 Organisationen!

Nicht-Beachtung der eigenen Hygiene-Forderungen

Für den Zutritt zu der Kundgebung war „2G+ und FFP2“ gefordert worden!
Nach Recherchen der kraz wurden diese auf dem Plakat angekündigten Forderungen zu „2G+“ und dem „Tragen von FFP2-Masken“ NICHT kontrolliert! Somit wurde – entgegen der eindeutig ausgesprochenen Verpflichtung für 2G+ und FFP2 Maske – diese Selbstverpflichtung offensichtlich nicht eingehalten.
Für die kraz ist nicht erkennbar, ob das nur an der Unfähigkeit/Inkompetenz zur Kontrolle dieser Maßnahme lag oder aber ob das vorher nur ein rein politischer, aber nicht ernstgemeinter Spruch der Veranstalter war. Angesichts der hohen moralischen Ansprüche der Veranstalter aber ein erstaunlicher Vorgang!

Die Veranstaltung VOR dem Eintreffen der Demo „NEIN zur Impfpflicht“

Die Reden in/an der Rotunde des Elisenbrunnens bezogen sich größtenteils und immer wieder darauf, dass die „Impf-Gegner“ (sauber wäre gewesen, diese zumindest als „ImpfPFLICHT-Gegner“ zu benennen) doch eigentlich alle „NAZIS – Antisemiten und Wissenschaftsleugner“ seien.
Die kraz empfiehlt hierzu einen demaskierenden Artikel eines Aachener Anhängers der SAV [2] in Facebook [3]. Einerseits beschreibt der Autor darin seine (linke) Kritik an der ImpfbefürworterInnen-Veranstaltung am Elisenbrunnen, gleichzeitig schreckt er auch nicht vor bös-denunzierenden „Framing“-Begriffen zurück [3].
Da kluger- und vernünftigerweise nicht jeder kraz-Leser auch bei Facebook ist, veröffentlichen wir den link zum entsprechenden Beitrag [4].

Die Veranstaltung WÄHREND des Vorbeizugs der Demo „NEIN zur Impfpflicht“

Während der langen 25 Minuten, in denen der Demonstrationszug der 1.600 Menschen vom Bündnis „NEIN zur Impfpflicht“ im Blickfeld der Impf-Freunde lag, hat sich die StörAbteilung (sie nennt sich „Antifa“) akustisch hervorgetan. Auf früheren Demos kam aus dieser Gruppe regelmäßig der Schlachtruf „Wir impfen euch alle“. Diesmal unterblieb das – aus welchen (taktischen?) Gründen auch immer.
Nach den ersten 15 Minuten ging den Schreihälsen wohl die Puste aus und sie wurden deutlich leiser. Nachdem sie sich von ihrer Verausgabung am Elisenbrunnen etwas erholt hatten, zog der harte Kern von 30-40 Leuten der StörAbteilung noch zum Markt, um dort erneut aktiv zu werden. Da die Polizei dort aber den Abstand zwischen dem Demozug „NEIN zur Impfpflicht“ und der StörAbteilung so weit gezogen hatte, lag die akustische Belästigung fast bei Null.

Über das Ende dieser Veranstaltung liegen keine Berichte vor.

Anmerkungen

[1] Liste der 17 Organisationen:
Seebrücke/ VOLT/ DIE LINKE – SDS Aachen/ JUSO HSG Aachen/ JUSOS Aachen/ Die PARTEI (sic – wirklich originell)/ SPD Aachen/ UWG Aachen/ DGB (ohne weitere örtliche Kennung)/ Die Falken Aachen/ NRW-DGB/ Fridays-For-Future – Aachen/ Recht auf Stadt – Aachen/ Bündnis 90 DIE GRÜNEN – Aachen/ Grüne Jugend – Aachen, zusätzlich vor Ort die Fahnen von VVN, DKP und „Antifa“.

[2] Die Sozialistische Alternative Voran (SAV) ist eine von mehreren trotzkistischen (linken) Gruppen, die sich entristisch auch innerhalb der Linkspartei bewegt.

[3] Einige der denunziatorischen Zitate aus dem FB-Text von Marcus Hesse:

  • … das Treiben der Querdenker*innen- und Impfgegner*innen-Szene …
  • … mit ihrer schädlichen wissenschaftsfeindlchen und irrrationalistischen Agenda …
  • … schon bei dem Querdenkermist mitmischen…
  • … Verstrickung .. mit dem Sumpf des Querdenkertums und der Impfgegnerschaft…
  • … Figuren wie Lafontaine, Wagenknecht und Dehm geben diesen politisch  verirrten Leuten in der Linken Aufwind…
  • … notwendigem Kampf gegen das Querdenkertum …
  • … Die Querdenker*innen, mit ihrem dummen, neoliberalen und kindischen Ellbogen- Individualismus bzw. Egoismus und Sozialdarwinismus, …“

[4] hier link zu FB-Artikel von Marcus Hesse

Leser haben 23 Kommentare hinterlassen.

  • Es war einfach wunderbar zu sehen, dass sich niemand aus den Reihen unserer Demonstration am Elisenbrunngen und am Markt von den wenigen Schreihälsen hat provozieren lassen.
    Dort brüllten wenige Typen z. b. „Abstand halten, Maske tragen, Nazis in die Fresse schlagen“ „Wir werden euch alle impfen“ „nie, nie, nie wieder Deutschland“, „es gibt kein Recht auf Nazipropaganda“, „Deutschland verrecke“ oder „haut ab – haut ab“.
    Und am Elisenbrunnen skandierte das kleine Häuflein von Gegendemonstranten „Nazis – Nazis – Nazisnazisnazis“, „Haltet die Fresse“ und „Nazis raus“.
    Und für mich als Koordinator des Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreises (AK) steht jetzt schon fest, dass wir immer mehr Protestierende werden, die öffentlich Flagge zeigen! Da hilft es nichts, ehrenwerte Menschen als Nazis zu verunglimpfen!
    Manni Engelhardt -Koordinator des AK- http://ak-gewerkschafter.com/

  • Michael Tobollik hat kommentiert am

    Wer bei der Frage der „Impfpflicht“ noch am überholten „Rechts-Links-Fliegenfänger“ klebt, gönnt sich den Luxus einer Bordkapelle auf einem sinkenden Schiff. Jetzt heißt es Zusammenstehen, um über ideologischen Grenzen hinweg das Leben in lebenswerter Form zu bewahren! Jetzt heißt es: Raus auf die Straße – friedlich, selbstbewusst und fröhlich!

    • Thomas hat kommentiert am

      „Jetzt heißt es Zusammenstehen, um über ideologischen Grenzen hinweg das Leben in lebenswerter Form zu bewahren!“

      Nur um es festzuhalten: Das es das Ziel ist schmerzfrei mit allem und jedem zu paktieren (auch Rechten) ist jetzt nicht von mir! Das ist die Logik DEINES Satzes.

      Habt ihr denn beim trauten Schulterschluss „über ideologische Grenzen hinweg“ schon mal darüber geplaudert ob das „lebenswerte Leben“ für ALLE Menschen ÜBERALL erstritten werden soll oder am Ende nur für Blonde und Blauäugige.
      Oder stören solch randständige Themen die Harmonie?

  • SAV- 10 hasserfüllte Beschimpfungen und Unterstellungen ohne Beweis und/oder Argument:
    Treiben der Querdenker*innen- (1) und Impfgegner*innen-Szene…(2)…mit ihrem schädlichen wissenschaftsfeindlichen (3) und irrrationalistischen Querdenkermist (4)… mit ihrem dummen (5), neoliberalen (6) und kindischen Ellbogen-Individualismus…(7) bzw. Egoismus (8) und Sozialdarwinismus (9), sind dabei nur die nützlichen Idiot*innen (10) des Kapitals…
    —————————-
    So funktioniert Propaganda totalitärer Systeme.
    Was und wie lest Ihr eigentlich? Beim Aufruf zur Demo geht es um freie Impfentscheidung –
    nicht um generelle Ablehnung von Impfungen
    Mit dem Grundgesetz, unserer Verfassung haben wir viel gewonnen. Wir alle haben viel zu verlieren. Bitte mal versuchen, größer zu denken.

    Meine (!)Kenntnisstand dazu ist übrigens, dass bei derzeitigem Stand der Wissenschaft eine vom Staat verordnete Impfpflicht nicht zu verantworten ist.
    ————–
    Pressemittteilung, 11.12.2021:
    Eine Impfpflicht mit Covid-19 Vakzinen ist nach derzeitigem wissenschaftlichen Kenntnisstand rechtlich und ethisch nicht begründbar.
    Die von Befürwortern einer allgemeinen Impfpflicht vertretene Auffassung, dass die kollektive Impfung in der gegenwärtigen Situation alternativlos sei, ist nach derzeitigem wissenschaftlichen Kenntnisstand unhaltbar. Es gibt keine den üblichen Standards folgenden wissenschaftlichen Daten, die belegen, dass die Impfung für jede Bürgerin, jeden Bürger unabhängig von Alter, Geschlecht, Vorerkrankungen oder anderen Faktoren mehr Nutzen als Schaden stiftet. Weder liegen hierzu die üblicherweise in Zulassungsverfahren geforderten Daten aus randomisierten kontrollierten Studien noch aus epidemiologischen Kohorten mit hinreichender Qualität vor. Für große Gruppen der Bevölkerung gibt es überhaupt keine Evidenz für einen Nutzen, z.B. für gesunde Kinder und junge Erwachsene oder für Schwangere im ersten Drittel der Schwangerschaft. Dagegen ist ein Schaden nicht auszuschließen, sondern ist mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit sogar anzunehmen. Solche Gruppen zur Impfung zu nötigen, heißt von ihnen zu fordern, dass sie eine Körperverletzung hinnehmen. Die Frage, ob eine Impfung für eine konkrete Person sinnvoll ist oder nicht, verbleibt eine individuelle Entscheidung, die ggfs. nach Rücksprache mit einer Ärztin/ Arzt des Vertrauens von jeder Bürgerin und jedem Bürger, bzw. von Eltern in eigener Verantwortung beantwortet werden muss.
    Die immer wieder postulierte „Notlage“ ist hypothetisch und muss nach fast zwei Jahren in einem der bestentwickelten Gesundheitssysteme der Welt als unrealistisch betrachtet werden. Die scheinbare Begründung einer solchen Notlage durch mathematische Modelle führt in die Irre. Sofern trotz der in Deutschland verfügbaren Kapazitäten Versorgungsprobleme auftreten, ist vielmehr nach der politischen und organisatorischen Verantwortung zu fragen.
    Dem Staat fehlt nach dem Vorgesagten jegliche wissenschaftliche, rechtliche und ethische Legitimation, sich über den Willen von Bürgerinnen und Bürgern hinwegzusetzen.
    Neben der allgemeinen Impfpflicht wird die Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen wie Krankenhauspersonal, Beschäftigte in der Pflege etc. unter dem Gesichtspunkt eines erhöhten Schutzbedarfs vulnerabler Gruppen diskutiert. Die bisherigen Erfahrungen in der Bundesrepublik zeigen, dass nach einer gewissen Einschwingzeit am Anfang der Pandemie die professionelle Hygiene dieser Berufsgruppen ausreichend ist, Ausbrüche weitestgehend zu verhindern. Eine generelle Impfpflicht in diesen Berufsgruppen muss somit als unverhältnismäßig angesehen werden, auch und gerade vor dem Hintergrund einer Infizierbarkeit durch Geimpfte. Ein konsequenter Infektionsschutz erfordert bei entsprechender epidemischer Lage die Testung des Personals unabhängig von dessen Immunstatus, womit der Zusatznutzen der Impfung fraglich wird und eine Impfpflicht nicht gerechtfertigt werden kann.
    Auch in dieser Situation hat der Staat nicht das Recht, die individuelle Entscheidung über die Impfung vorzuschreiben, da es niederschwellige Maßnahmen gibt, die den gleichen Zweck erfüllen.

    https://regionale-krankenhausinfrastruktur.de/
    Unterzeichner:
    Prof. Dr. Karl-Heinz Jöckel, Essen, Prof. Dr. Ulrich Keil, Münster, Dr. Angela Spelsberg, Aachen, Prof. Dr. Andreas Schnepf, Tübingen, Prof. Dr. Michael Esfeld, Lausanne, Prof. Dr. Paul Cullen, Münster, Prof. Dr. Bernhard Müller, Melbourne, Prof. Dr. Boris Kotchoubey, Tübingen, Prof. Dr. Tobias Unruh, Erlangen, Dr. Sandra Kostner, Schwäbisch Gmünd, Dr. René Kegelmann, Stuttgart, PD Dr. Stefan Luft, Bremen, Prof. Dr. Harald Schwaetzer, Biberach, Prof. Dr. Andreas Brenner, Basel,
    Prof. Dr. Wolfram Schüffel, Marburg, Prof. Dr. Anke Steppuhn, Stuttgart, Prof. Dr. Saskia Hekker, Heidelberg, Jun.-Prof. Dr. Alexandra Eberhardt, Paderborn, Dr. Henning Nörenberg, Malmö, PD Dr. Axel Bernd Kunze, Bonn, Prof. Dr. Henrieke Stahl, Trier, Dr. Jens Schwachtje, Nürtingen, Prof. Dr. Christin Werner, Dresden, Prof. Dr. Ole Döring, Berlin, Dr. Christian Lehmann, München, Prof. Dr. Thomas Sören Hoffmann, Hagen, Prof. Dr. Stefan Homburg, Hannover, Prof. Dr. Salvatore Lavecchia, Udine, Prof. Dr. Steffen Roth, La Rochelle und Vilnius, Dr. Jan Dochhorn, Durham, Prof. Dr. Günter Roth, München, Dr. Hans-Jörg Ulmer, Leinfelden-Echterdingen, Prof. em. Dr. Stephan Rist, Bern, Prof. Dr. Wolfgang Stölzle, Bazenheid, PD Dr. Rainer Klement, Schweinfurt, Dr. Matthias Burchardt, Köln, Prof. Dr. Eberhard Göpel, Bielefeld, Prof. Dr. Sven Hildebrandt, Dresden, Dr. Justine Büchler, Dresden, Prof. Dr. Martin Winkler, Winterthur, Dr. Agnes Imhof, Erlangen, Prof. Dr. Viktoria Däschlein-Gessner, Bochum, Prof. Dr. Jörg Matysik, Leipzig, Dr. Christian Mézes, Schwäbisch Gmünd, Dr. Mohamed Mahde Saleh, Bonn, Prof. Dr. Alexander Blankenagel, Berlin, Dr. Dana Sindermann, St. Gallen, Prof. Dr. Gerald Dyker, Bochum, Prof. Dr. Pietro Corvaja, Udine, Prof. Dr. Klaus Morawetz, Münster, Prof. Kerstin Behnke, Weimar, Prof. Dr. Christina Zenk, Siegen, Prof. Dr. Friedrich Röpke, Heidelberg, Prof. Dr. Hardy Bouillon, Trier.

    Eine öffentliche Diskussion des Gesetzes einer allgemeinen Impfpflicht mit Covid-19 Vakzinen ist Gebot der Rechtsstaatlichkeit!

    • Anke-Martina Haase, Aachen hat kommentiert am

      Sehr gut! Manche informieren sich eben systematisch von allen Seitemn, andere brüllen bloß „Nazis“ und scheinen nichtmal die Demoaufrufe gelesen zu haben. Wenn nochmal eine Aktion gegen wirkliche Neonazis etc. ansteht, muß sie wohl extra organisiert werden. Mit diesen Bornierten möchte ich nicht mehr Seite an Seite stehen, auch wenn ich schon sicher auf mehr Antifademos gewesen bin als die…

  • Christoph Allemand hat kommentiert am

    Interessante Publikation 😉
    Darf ich dann freundlich erfragen, welche Lösungsstrategie die Autoren/ die Autorin/ der Autor überlegt haben um gesellschaftlich und allgemein diese Pandemie langfristig und vollständig zu beenden? Hier ist meiner Meinung nach ein ganz großer Lücke in der Diskussion. Die Menschen, die auf der Straße demonstrieren und auch hier die Kraz sind sehr bemüht mitzuteilen, was sie NICHT wollen, können aber bisher mir jedenfalls nicht mitteilen, was sie an Alternativen zum Impfen vorzeigen können?

    • Anke-Martina Haase, Aachen hat kommentiert am

      Lieber Christoph!
      1) die Frage hättest du auch stellen können, ehe du unter dem unsäglichen Motto: „Wir impfen euch alle! „zur Gegendemo aufgerufen hast.
      2) Die Antworten eines breiten Aktionsbündnisses, was mensch will anstatt einer Impfpflicht, werden logischerweise nicht ganz gleich sein von allen. Meine Antwort: (wenn ich Königin von Deutschland wär'“
      a) Gutes Leben für alle, der Art, daß keine/zuviel oder zuwenig arbeiten/lernen muß, denn Streß verschlechtert das Immunsystem.*
      b) Verminderung aller Umweltschadstoffe, denn diese tun dasselbe.
      c) Förderung der ökologischen Landwirtschaft, sodaß ihre Produkte für alle bezahlbar werden.
      und Förderung eigenen Gartenbaus durch soviele Menschen, wie das wollen, denn solche Arbeit verbessert das Immunsystem.
      d) Bekämpfung allen Mobbings in Schule, Arbeitsplatz oder sonstwo, denn Ausgrenzung macht auch krank.
      e) (weil du es sicher konkreter auf die jetzige Lage bezogen haben willst):
      Massives Umpolen der Gelder, die jetzt für Aufrüstung ausgegeben werden, in das Gesundheits- und Bildungssystem.
      f) ausgewogene öffentliche Anhörung ALLER wissenschaftlichen Meinungen zur Seuche und gerecht moderierte Dikussion dazu in ARD,ZDF etc. :z.B. Wodarg gegen Drosten oder so, statt Verfolgung kritischer Ärzte wie Shakti mit Volksverhetzungsklagen. Audiatur et altera pars (Auch die andere Seite soll man hören.)
      g) Beachtung der – leider letztes Jahr ignorierten – Barringtonerklärung von Profs aus Harvard, Yale und Oxford : „Gefährdete schützen, der Rest macht sein normales Leben weiter.“(den Rest kannst du googlen) ,dann hätten wir jetzt wohl die Herdenimmunität und wären den Braß los..
      h) Toleranz statt Hetze , Propaganda und Grundrechtsverletzung. Weißt du, wohin das führt, wenn man sagt: „Recht ist, was dem Volke nützt?“ (Ob’s nützt, ist eh fraglich, aber selbst wenn: So könnten die Todesstrafe und andere scheußliche Körperstrafen auch ger“rechtfertigt“ werden! Willst du das??? (Und es ist nunmal nicht nur ein „Piks“ sondern kann verdammt übel ausgehen… )

      Anstatt solcher Demos, wie der euren – alle, die die veranstalteten, sollten mit den Impfpflichgegner/innen lieber eine Onlinediskussion führen, erstmal nur hier in Aachen, damit wieder Vernunft einkehrt. Noch im September war ich auf der Demo von Fridays for future, auf einer Seebrückeaktion war ich auch schon, und jetzt stehen die (wirklich?)auf der anderen Seite?? Absurd…. Grüße, Martina

      • Armin hat kommentiert am

        Liebe Tutti,

        wir sind uns lange nicht persönlich begegnet. Ich hoffe, diese Anrede ist auch heute noch für dich in Ordnung, sonst steige ich schweren Herzens auf Martina um 😉

        Auch ich möchte – wie an anderer Stelle schon Thomas – vorab ganz ausdrücklich begrüßen, dass mit dir eine vernünftige und sachliche Diskussion ohne allzuschlimmes Geschwurbel möglich ist 🙂

        Du schreibst: „Noch im September war ich auf der Demo von Fridays for future, auf einer Seebrückeaktion war ich auch schon, und jetzt stehen die (wirklich?) auf der anderen Seite??“

        Ich nehme dir voll und ganz ab, dass du irritiert bist, nun gegenüber früheren MitstreiterInnen „auf der anderen Seite“ zu stehen – eben weil das für dich wohl eine neue Erfahrung ist. Im Gegensatz zu Walter, der aus antifaschistischer Sicht schon lange, wenn nicht schon immer auf der anderen Seite steht (alleine schon wegen seiner langjährigen Bezüge zu antisemitischen Strukturen) oder zu Manni, dem in seiner pseudorebellischen Egomanie jeder Feind recht ist. Über Wirrköpfe wie Ansgar und Helene müssen wir an dieser Stelle wohl gar nicht reden.

        Nun musst du auch noch feststellen, dass die Ablehnung, die dir entgegenschlägt, sich beileibe nicht auf „die Antifa“ beschränkt, sondern das gesamte heute aktive linksradikale Spektrum umfasst – sei es die Klima- und Umweltbewegung, die antirassistische Szene oder der Kreis der HausbesetzerInnen. Gleichzeitig musst du feststellen, dass du zum einen Zuspruch aus allen Ecken der Faschisten und anderen Rechten erfährst und zum anderen neben einer dir sehr wohlgesonnenen Polizei stehst.

        Deshalb frage ich dich, liebe Tutti: Kommst du denn vor diesem Gesamthintergrund so gar nicht ins Nachdenken, WER hier die Seite gewechselt hat?!? Und im weiteren: Was das bedeutet?

        Es ist richtig, dass sich die Teilnahme von Faschisten an euren Demos und „Spaziergängen“ in Aachen noch in Grenzen hält – gleichwohl sie auch dort nachweislich vertreten sind. Ich bin fast geneigt, das sogar als einen „Erfolg“ der Mobilisierung und Organisierung aus einer Ecke mit linker Vergangenheit zu betrachten. Bundes- und europaweit betrachtet sieht das allerdings ganz anders aus, in vielen Städten und Regionen dominieren Faschisten die inhaltlich gleichgelagerten Demonstrationen. Dass „die Antifa“ demnach ein Auge auf eure „Bewegung“ hat, kann doch nun wirklich niemanden – gleich welcher Seite – verwundern. Manche begrüßen es, manche nervt es, ok – aber Unverständnis vorgeben oder gar zum Gegenangriff übergehen? Mir unverständlich.

        Um mich selbst für die weitere Diskussion zu positionieren: Parolen wie „Wir impfen euch alle“ halte auch ich für wenig hilfreich, gleichwohl ich sie als pure Provokation nachvollziehen kann. Seriöse linke und linksradikale Gruppen demonstrieren im Zusammenhang mit der Pandemie für bessere Bedingungen im Gesundheitswesen, generell für ein besseres Leben für Alle, für globale Gerechtigkeit in der Impfstoffverteilung, gegen nationalistische Abschottungspolitik, für einen solidarischen Umgang mit besonders krankheitsanfälligen Menschen und vieles mehr. Und das passiert ja auch – in Aachen leider viel zu wenig – und da ist schon ob der Inhalte ausgeschlossen, dass sich Faschisten anschließen. Seriöse linke und linksradikale Gruppen demonstrieren aber nicht für individuelle egoistische Eigeninteressen, die oben genannten Punkten entgegenstehen, auch dann nicht wenn diese als „Verteidigung von Grundrechten“ gelabelt werden. Das haben sie nie und werden sie auch nicht.

        Und noch eine weitere Positionierung meinerseits: Dass die oben genannten linksradikalen Perspektiven sich in ganz kleinen Teilen mit irgendwelchen Regierungspositionen und -maßnahmen decken, ist mir bewusst, ich sehe das aber als nichts Besonderes oder gar Neues. Das war bei der grundsätzlichen Entscheidung zum Atomkraftausstieg so. Das war in Walters Welt schon häufig so, wenn es gegen die Politik der USA oder Israel ging. Im weiteren würde auch ich mich gegen einen ImpfZWANG – der aber ja gar nicht zur Diskussion steht – aussprechen. Einer ImpfPFLICHT – zumindest für bestimmte Berufsgruppen – stehe ich Unentschieden gegenüber. Jedenfalls begreife ich den Unterschied zwischen Pflicht und Zwang, was manch andere ja nicht können oder wollen. Schließlich noch halte ich grundsätzliche tatsächliche (bürgerliche) Freiheitsrechte für keinen selbstverständlichen quasi Naturzustand. Diese mussten und müssen ohnehin immer wieder neu erkämpft werden – ob nun vor, während oder nach einer Pandemie – oder ganz unabhängig davon. Und vor allem: Da sie kein Naturzustand sind, müssen sie eben auch immer situationsgerecht neu gedacht, bewertet, umgesetzt werden.

        • Anke-Martina Haase, Aachen hat kommentiert am

          Hallo Armin! Die Grundrechte sind für mich echt unveräußerlich, und das auf körperliche Unversehrtheit ist eines der wichtigsten. Linke Bewegungen, die diese Rechte in revolutionären Lagen verletzt haben, wußten sich zwar oft nicht anders zu helfen, aber gerade daraus sollten wir lernen, daß wir von den Menschenrechten keine Abstriche zulassen dürfen. Alle Abstriche, die die Linke davon gemacht hat im Laufe der Zeit haben langfristig dazu beigetragen, sie zu verleumden und oder gar mit der Rechten gleichzustellen.
          Und wenn sie von oben verletzt werden, ist es die erste Aufgabe einer linken Bewegung, sie zu verteidigen, auch gemeinsam mit nicht linken Menschen und Gruppen. Mit Rechten Nichtdemokraten gemeinsam nicht, klar. Gerade weil die demokratischen Kräfte hier in der Antiimpflichtbewegung stark sind, ist es besonders dumm, sie als rechts etc. anzuprangern. Und Aachen ist nicht die einzige solche Stadt, lies z.B. mal die Gummersbacher Erklärung. Das Schweigen der meisten Linken, hat ja die Rechten erst darauf gebracht, besonders im Osten, die ganze Sache zu ihrem Thema zu machen. Den Rest lieber unter uns besprechen, Grüße, Martina

          • Armin hat kommentiert am

            Guten Morgen Tutti,

            ja, die körperliche Unversehrtheit ist fraglos ein hohes Gut.

            Von einer möglichen Infektion mit ihren möglichen Folgen abgesehen, steht deine körperliche Unversehrtheit im Zusammenhang mit der Pandemie aber doch gar nicht zur Disposition. Wie bereits gesagt, von einem ImpfZWANG ist keine Rede: Niemand wird im Morgengrauen deine Wohnung stürmen und dir gegen deinen Willen eine Spritze verpassen.

            Außerdem greift an dieser Stelle genau das, was ich oben schon geschrieben habe: Ein unumstößliches „Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit“ HAT es de facto NIE gegeben. Wir alle, die auf vielen linken Demos den Bullen gegenübergestanden haben, wissen das. Jeder minderjährige Geflüchtete, der genetisch untersucht wird, weiß das. Jeder Wohnungslose im Winter weiß das. Jede Frau, deren Vergewaltiger freigesprochen oder erst gar nicht angeklagt wurde, weiß das. Alle Hinterbliebenen der ermordeten Rassismus-Opfer wissen das. Diese Themen stellen linke Perspektiven auf das irgendwann vielleicht zu erreichende Ziel eines solchen Grundrechts in einer entsprechenden zukünftigen Gesellschaft dar.

      • Christoph Allemand hat kommentiert am

        Liebe Martina, anders als andere Themenbereiche sehe ich hier aber die Problematik, dass wir uns auf sehr unterschiedlichen Ebenen befinden um zielorierentiert zu diskutieren.
        Ich gehe weiterhin davon aus, denn der Virus eine Naturkraft ist, kein Fake. Die Pandemie kann deswegen nur mit medizinischem Schutz beendet werden, das ist die Impfung. Die Impfung hat nur dann einen nennenswerten Erfolg, wenn sie flächendeckend umgesetzt wird. Ich habe mich geimpft, meine ganze Familie hat sich geimpft, ja, auch meine Kinder, nur so ist diese Sache in den Griff zu bekommen. Ich bin nicht bereit, all die guten Ansätze die Du oben genannte hast in diesem Zusammenhang zu sehen. Das alles ist wichtig und richtig, hilft aber in diesem speziellen Fall nicht. Hier muß die Schulmedizin ran und sie tut es auch hervorragend. Ich selber bin durch meine Krankheitsgeschichte ein großer Verfechter der Schulmedizin, weil ich ohne nicht mehr am Leben wäre. Deswegen fällt es mir vielleicht auch wesentlich leichter, diesen Weg zu gehen.

    • Gabi Halili hat kommentiert am

      Lieber Christoph,
      Sicherlich zu einfach und banal die Antwort: „Wir werden lernen müssen mit dem Virus zu leben,“ Aussage des Virologen Herrn Streeck.
      Zudem muss doch der klare Verstand aufmerksam u skeptisch werden, wenn nun nach jeder weiteren Impfung die angebliche Freiheit, alle Maßnahmen zurückgenommen werden würden. Leider werden sie, die Herrschenden weitermachen. Sie werden uns nicht wieder einfach unsere Grundrechte zurückgeben! Dafür braucht es nur einwenig historische Kenntnisse.

    • Dr Michels, Paul hat kommentiert am

      Möglich, daß Christoph Allemand die Frage falsch stellt. Wenn das Virus kein Ende hat, ist die Frage sinnlos. Hat nicht schon Streek suggeriert, daß sich eine Pandemie in eine Epidemie umwandeln kann? Müssen wir unbedingt wissen, wann das geschieht? Sollen wir die Regierung stürzen, wenn sie ein (willkürliches) Ultimatum nicht hält? Das wäre blinder Voluntarismus.

      Zeit genug, mal über ein rationales Verhältnis zwischen dem natürlichen Immunsystem und künstlichen Impfstoffen nachzudenken und zu forschen. Zeit, um statt der pharmakologischen Schnellschüsse mal einen guten Totimpfstoff für die Impfwilligen zu entwickeln. Einer mit weniger Nebenwirkungen und mit einer echten langfristigen Hauptwirkung.

      Bis es so weit ist, kann man die Anderen in aller Freiheit selbst entscheiden lassen. Wenn die Bettenzahl nicht ständig auf Kante genäht wird, geht auch das ohne Kollaps des Gesundheitswesens. Wieviel Milliarden wurden nicht für die Rettung des Kapitalismus vor seinem Crash in der Finanzkrise 2008 verbrannt?

      Sobald denn eine Epidemie daraus geworden ist, stellt sie nicht mehr vor als eine stinknormale Grippe.
      Dieser Zeitpunkt kommt irgendwann.
      Mit Sicherheit!

      • Christoph Allemand hat kommentiert am

        Hallo Herr Michels,
        welche Expertise macht Sie so sicher, solche Gegenbehauptungen auszusprechen? Warum sollte ich Ihnen das, was Sie hier schreiben glauben und nicht den Virologen des Landes? Ist es sinnvoll, für jedes neue Thema neue Wahrheiten zu „erfinden“ und zu glauben? Warum sollte das die Gesellschaft voranbringen? Ich werde nicht in die Falle gehen und ernsthaft über diese „Alternativmeinung“ diskutieren.
        Einen schönen Tag, Christoph Allemand

  • Paul Michels hat kommentiert am

    Bis zum Ende der Demonstration verteilte ich am 8.1. das Flugblatt des Bündnisses: „My Body – my Choice“. Vor mir stand eine junge Frau, ganz beeindruckt von ihrer ersten Beteiligung an einer Demonstration in Aachen. Sie fragte mich, warum sie sich am Elisenbrunnen als Faschistin beschimpfen lassen mußte.

    • Christoph Allemand hat kommentiert am

      Hallo Herr Michels,

      ich war – obwohl wir als UWG dazu aufgerufen haben – gar nicht auf der Gegendemonstration anwesend gewesen. Das Demonstranten und Demonstrantinnen ohne Kenntnis der Personen und ohne Not „Faschisten“ genannt wurden, ist sehr bedauerlich und hilft der Sache nicht. Die Ursache wird aber sein, dass die Demonstrantinnen und Demonstranten sich in einem Zug befand, der nach Aussage von Herrn Michael Klarmann (der hier für diese Themen in der Region einen einwandfreien Leumund hat und ein wirklicher Experte für diese Fragen ist) angeführt wurde von städteregionsbekannten Reichsbürgern und Reichsbürgerinnen, AfD’lerinnen und Neonazis. Das macht es sehr schwer, diese Bewegung inhaltlich zu bewerten. Ich nehme an, die junge Frau wusste all das nicht, aber genau deswegen war es uns wichtig, eine Gegenmeinung darzustellen. Mensch geht nicht mit Nazis zusammen.

  • Helga Ebel hat kommentiert am

    Kommentar zum Beitrag von Markus Hesse zur Frage nach Alternativen zur Corona-Impfung per Gesetz:
    Es gibt immer und zu allem Alternativen; wie z. B. zur NATO-Kriegspolitik, bitterer Armut für große Teile der Weltbevölkerung, zu Fluchtursachen, Naturzerstörung und so auch zur Zwangsimpfung.
    Bei 20 000 Todesopfern pro Jahr durch Krankenhauskeime wurden beisp. (dankenswerterweise) nicht alle Krankenhäuser geschlossen und mit ebenso vielen Todesopfern bei saisonalen Grippewellen wurden nicht globalisiert, d.h. in konzertierter Aktion Gesellschaften ganzer Staaten umgeformt.
    Bei politischen Willensbildung und Entscheidungsfindung ist die Rolle der medialen Berichterstattung nicht zu unterschätzen. Im Zusammenspiel von Politik und Medien entstehen hierbei nicht zuletzt Bilder, die faktisch als richtig erscheinen, die jedoch häufig einer ausführlichen Hintergrundbetrachtung nicht standhalten. Die Aufgabe der kritischer Bewegungen muss es daher gegenwärtig im Besonderen sein, genauer hinzublicken und weiter zu diskutieren, auch, um die politischen Ziele aller Beteiligten aufzudecken, um auf diesem Weg dem Zeichnen von Feindbildern entgegenzuwirken. Denn das Zeichnen von Feindbildern dient niemals den Frieden und somit erst recht nicht der Herstellung der Menschenrechte. Damit steht die Frage, wer bei Spaltung in der Bevölkerung ggf. nützliche Idioten für wen sind. Bitte mal unaufgeregt die Frage beantworten: Wem nützt es?

  • David hat kommentiert am

    Liebe Helga!
    In Deutschland sind 100.000 Menschen an oder mit Corona gestorben.
    Willst Du dich über die Opfer lustig machen?
    Hast Du keine Empathie?
    MFG

  • Wolfgang Weißhuhn hat kommentiert am

    Hallo David,
    hier möchte mit dem Grünen OB Tübingens, Boris Palmer antworten: „die Hälfte dieser Menschen wäre auch so gestorben“. Vielleicht ist dir auch bekannt, dass viele nicht an, sondern in Verbindung mit Corona verstorben sind, sie immer Vorerkrankungen hatten, und dass im gleichen Zeitraum in der BRD auch fast 2 Millionen andere gestorben sind, und dass das Durschnittsalter der Betroffenen weit über 80 lag. Und noch was: es gibt inzwischen ca 7 Millioen , die Genesen sind! Sie werden nur selten genannt, denn mit diesen und den vielen Geimpfen haben wir wahrscheinlich die Herdenimmunität längt erreicht und man könnte den ganzen Zirkus abblasen.
    Wolfgang

    • Elke E. Rißmayer hat kommentiert am

      Unser Freund und Linker N.H., den viele von Euch vom sehen kannten, hat – trotz Vorerkrankung – bis zum Sommer letzten Jahres an zahlreichen fortschrittlichen Veranstaltungen, Kundgebungen und Demonstrationen teilgenommen und u.a. afghanische Flüchtlinge betreut. Seine Vorerkrankung hat dieses Engagement in keiner Weise beeinträchtigt! Im Herbst ist er dann an Covid-19 erkrankt und innerhalb von 3 Wochen verstorben. Würdest Du Dich auch vor seine Ehefrau und Tochter hinstellen und diese mit dem Palmer-Zitat konfrontieren? Frei nach dem Motto „Was wollt ihr? Er wäre ja über kurz oder lang sowieso verstorben!“ Welch ein Zynismus und eine Menschenverachtung, die eines „Linken“ unwürdig ist, spricht aus Deiner Einstellung.

      • Wolfgang Weißhuhn hat kommentiert am

        Es ist für die Hinterblieben immer traurig, wenn Menschen sterben. Festzustellen, das das Leben endlich ist, hat aber nichts mit Zynismus zu tun. In höherem Alter muss Mensch schon mal damit rechnen, aus dem Leben zu scheiden.
        Wolfgang

  • Helga Ebel hat kommentiert am

    Liebe Leute, bitte trotz persönlicher Betroffmnheit
    gesichertes Wissen berücksichtigen um Angst und
    Panik etwas entgegensetzen zu können.
    Es gehört zum Allgemeinwissen, dass in unserer Republik täglich durchschnittlich 2.600 Menschen sterben. Denn nur wenn wir dieses Grundwissen haben, sind wir fähig zu beurteilen, ob außerordentliche gesellschaftliche Entwicklungen überhaupt erkennbar und entsprechend zu bewerten sind. Nur so lassen sich die Zahlen, die uns von den System-Medien und von der Politik im Pandemie- und Panik-Jahr 2020 in unsere Gehirne gehämmert wurden, auf „richtig“ oder „falsch“ prüfen. Das Grundwissen bewahrt uns davor, durch Falschmeldungen in Verwirrung und in Angst und Panik getrieben zu werden.
    Achtzig Prozent unserer Bevölkerung besaßen oder besitzen dieses Grundwissen nicht. Denn wie anders war es möglich, sie durch Panikmache und Falschmeldungen zu verwirren, ihnen den klaren Verstand zu rauben, zu ängstigen und zu verwirren und letztlich in eine grundlose Panik zu versetzen, um politische Maßnahmen zu akzeptieren, die sie mit klarem Verstand niemals akzeptiert hätten.
    Für mich bestätigte sich im Jahr 2020 eine Erkenntnisse Schopenhauers. Er hatte erkannt, dass „natürlicher Verstand fast jede Art von Bildung ersetzen kann, dass aber keine Bildung den natürlichen Verstand ersetzen kann“. Nur mit unserem natürlichen und gesunden Menschenverstand können wir erkennen, ob Bildung unserem menschlichen Leben förderlich ist, oder ob Bildung menschliches Leben verhindert und aus uns Kreaturen macht, denen das absolut Böse innewohnt. Beide Möglichkeiten hängen ab von einem wachen und aufmerksamen Verstand, der sich in Urteilsfähigkeit und Urteilskraft geübt hat.
    Jedenfalls zeigte es sich, dass die Angst und Panik eines großen Teils unserer Bevölkerung unbegründet war. Denn im „Corona-Jahr 2020“ starben weniger Menschen als in den Jahren zuvor. Die Statistiker verwenden dafür den Begriff „Untersterblichkeit“.
    Anders verhielt es sich im Jahr der Impfungen (Injektionen), dem „Impf-Jahr 2021“.
    Am 11. Januar 2022 berichtete das Bundesamt für Statistik über Sterbefallzahlen. Allein für den Monat Dezember des „Impf-Jahres 2021“ meldete es, dass in diesem Dezember 2021 22 % mehr Menschen gestorben seien, als in all den Jahren zuvor: Damit lag die Sterblichkeit 22 Prozent über dem mittleren Wert der Vorjahre. Ich zitiere:
    „Im Dezember 2021 sind in Deutschland nach einer Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 100 291 Menschen gestorben. Diese Zahl liegt 22 % über dem mittleren Wert (Median) der Jahre 2017 bis 2020 für diesen Monat (+17 821 Fälle). Dies geht aus einer Sonderauswertung der vorläufigen Sterbefallzahlen hervor.“
    Sterbefälle in den Jahren von 2017 bis 2020 in Deutschland (Quelle: Statistisches Bundesamt)
    932 263 in 2017
    954 874 in 2018
    939 520 in 2019
    965 532 in 2020
    Im Jahr 2018 verzeichnete das Bundesamt eine gewisse „Übersterblichkeit“.
    Wer die Daten vergleicht, wird feststellen, dass das so genannte „Pandemie-Jahr“ 2020 sich nicht von den Jahren davor nennenswert unterscheidet. In allen Jahren sind es die Monate Dezember, Januar, Februar und März, die wie alljährlich erhöhte Sterbezahlen aufweisen. Seit 1945 und seit den ersten Nachkriegsjahren gab es nie mehr so hohe Sterblichkeitsraten in Deutschland wie im „Impf-Jahr 2021“. Im Impf-Jahr 2021 überstieg die Sterberate erstmals die eine Million-Marke.
    Worauf wir von jetzt an in Zukunft uns besonders vorbereiten müssen, sind die Wintermonate. Das ist, wie uns die Alten sagen: „immer so gewesen“. Aber das Bewusstsein dafür dürfte durch die staatlichen „Angst- und Panikprogramme“ im Frühjahr 2020 gestiegen sein. Zu dem ist unklar, ob die Sterbefälle des Jahres 2020 durch das Corona-Virus herrühren, oder ob sie nicht eher mit den politischen Maßnahmen, oder mit der regierungsamtlich geschürten Panik, oder mit der Zurückweisung von schwer Erkrankten von den Intensivstationen zusammenhängen. Ferner ist zu dringend zu untersuchen, ob und im welchem Umfang die grundlose politische und mediale Panikmache eine höhere Selbsttötungsrate nach sich zog.
    Da wir uns weder auf Aussagen der System-Medien noch auf die der Politiker verlassen können, sollten wir unseren gesunden Menschenverstand einschalten und uns in Urteilsfähigkeit und Urteilskraft üben. Wenden wir uns also einigen Grundsätzen und Erkenntnissen zu, die uns unser Leben sicherer machen und unsere Menschen- und Bürgerrechte schützen.
    Die merkwürdige Zunahme plötzlicher Todesfälle und schwerwiegender unterschiedlicher Erkrankungen im „Impf-Jahr 2021“, ebenso wie die Warnungen von immer mehr Wissenschaftlern und Medizinern sollten Anlass genug sein, die Impfkampagne sofort zu stoppen, Untersuchungen einzuleiten und die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen. Statt in diesem Sinne für wissenschaftliche Aufklärung und für Gerechtigkeit zu sorgen, wird politisch und medial relativiert, abgewiegelt und weiterhin von einer „sicheren Impfung“ geschwurbelt.
    Damit steht fest, dass diejenigen, die dieses Impfprogramm vorantreiben, sich von der Realität verabschiedet haben und eine Entwicklung durchsetzen, die mit Wissenschaft nichts zu tun hat….

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